Littering kostet jährlich 200 Mio. Franken

  • Dominique Haiden
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MüllDas gedankenlose Fallen- und Liegenlassen von Abfällen im öffentlichen Raum – so genanntes Littering – stört nicht nur die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung und schadet der Umwelt, die Beseitigung dieser Abfälle kostet auch viel Geld, jährlich gesamtschweizerisch rund 200 Mio. Franken. Das zeigt eine neue Studie, die das Bundesamt für Umwelt BAFU in Auftrag gegeben hatte.

Viele Getränke- und Takeaway-Verpackungen, gratis abgegebene Zeitungen und Prospekte, Zigarettenstummel und andere Abfälle landen auf dem Boden anstatt im Abfalleimer. Nun wurde in einer vom Bundesamt für Umwelt BAFU in Auftrag gegebenen Studie erstmals untersucht, wie hoch die Kosten des Litterings tatsächlich sind, und welche Abfälle besonders häufig auf den Boden statt in den Abfalleimer geworfen werden.

Die BAFU-Studie „Littering kostet; Fraktionsspezifische Reinigungskosten durch Littering in der Schweiz“ zeigt, dass in der Schweiz gesamthaft jährlich rund 200 Mio. Fr. durch Littering anfallen, 150 Mio. Fr. davon im öffentlichen Raum, 50 Mio. Fr. in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Kosten zur Beseitigung dieser Abfälle müssen die öffentliche Hand, d.h. die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, bzw. die Nutzerinnen und Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel aufbringen.

Auf den Strassen, in Parkanlagen oder an Fluss- und Seeufern anstatt in Abfalleimern landen vor allem Abfälle von Mahlzeiten (Takeaway-Unterwegsverpflegung), Getränken (Aludosen, Pet- und Glasflaschen), Gratiszeitungen und Flyer sowie Zigaretten. Zudem zeigt die Studie, dass jene Räume, wo besonders viel Littering erfolgt (bsp. Bahnhofvorplätze, Party- und Picknickzonen), örtlich relativ klar abgegrenzt werden können.

Weitere Informationen

Bundesamt für Umwelt BAFU

Littering-Studie

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