Leuenberger setzt sich gegen Kraftwerkprojekt und für grenzüberschreitenden Naturpark ein

  • Redaktion Naturschutz
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Am Rande der EU-Umweltministerkonferenz in Lissabon hat Bundesrat Moritz Leuenberger mit seinem italienischen Amtskollegen Alfonso Pecoraro Scanio ein umstrittenes Kraftwerkprojekt erörtert, welches im Tessin dem Fluss Isorno einen Grossteil des Wassers entziehen würde. Leuenberger plädierte für eine nachhaltige Lösung und schlug die Schaffung eines grenzüberschreitenden Naturparks vor.

Das Projekt zum Bau eines Wasserkraftwerkes auf italienischen Boden stösst im Tessin auf grosse Opposition. Das Kraftwerk würde dem Fluss Isorno einen Grossteil des Wassers entziehen. Der Isorno fliesst durch das Onsernonetal im Tessin, eine Region, die zum regionalen Naturpark werden möchte.
Italiens Umweltminister Pecoraro Scanio versicherte, dass Italien sich an die geltenden internationalen Regelungen halten wolle. Die Schweiz wird demnach während der Umweltverträglichkeitsprüfung konsultiert. Die mögliche Redimensionierung des Kraftwerks sowie ein allfälliger Verzicht auf dessen Bau, wurden am Treffen ebenfalls diskutiert.
Moritz Leuenberger hat zudem vorgeschlagen, das aktuelle Parkprojekt im Onsernonetal auch auf das italienische Nachbargebiet auszudehnen und ein länderübergreifendes Projekt aufzugleisen. Dieser Vorschlag stiess beim italienischen Minister auf Interesse. (sb)

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