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Letzte Chance für den Tiger

  • Monika Jung
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abcpix12_1_Der Tiger-Gipfel in St. Petersburg ist für den WWF eine historische Chance, weil sich erstmals Regierungschefs an einer internationalen Konferenz treffen, um über das Schicksal einer einzigen Tierart zu beraten: Ein globaler Rettungsplan soll das Überleben der Tiger sichern.

Die Zahl der Tiere ist innert gut einem Jahrhundert von rund 100’000 auf heute noch 3’200 Tiere geschrumpft. Die Trophäenjagd, der Verlust der Lebensräume und die Wilderei haben die einst stolzen Tiger an den Rand des Aussterbens gebracht. In den letzten 150 Jahren hat der Tiger über 90 Prozent seines Lebensraums eingebüsst, rund 40 Prozent gingen allein in den letzten zehn Jahren verloren. Heute gibt es nur noch in 13 Ländern freilebende Tiger.

Ein neuer WWF-Report deckt auf, dass der illegale Handel mit Tigerprodukte boomt wie noch nie: In Malaysia werden Tigerkrallen als Glücksbringer verkauft. In der traditionellen asiatischen Medizin werden Tiger-Körperteile als Wundermittelchen angepriesen und in Indien oder Nepal sind die Felle begehrt. Für die in den letzten 10 Jahren konfiszierten Produkte mussten über 1000 Tiger ihr Leben lassen.

Der WWF will die heutige Population von 3200 Tieren bis ins Jahr 2022 auf 6400 Tiere verdoppeln. Ein wichtiger Schritt dazu soll am Tiger-Gipfel in St. Petersburg erfolgen: „Nur ein koordiniertes, internationales Vorgehen kann die Wilderei und den illegalen Handel mit Tigerprodukten unterbinden. Zudem müssen die Tigerstaaten den fortschreitenden Lebensraumverlust der Tiger stoppen “, fordert Doris Calegari, Artenschutzexpertin beim WWF Schweiz. „Nur so hat der Tiger überhaupt noch eine Überlebenschance.“

Weitere Informationen

Report: The Big Cat Trade

Bild: Adam Oswell/TRAFFIC

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