„Fussabdruck“ von Lebensmitteln

  • Barbara Darani
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An einer Tagung in Zürich haben Forschende gezeigt, wie der Inhalt des Einkaufskorbs mit unserer Umwelt zusammenhängt.

Die vierte Ökobilanzplattform zum Thema Nahrungsmittelproduktion tagte am 15. September am Zürcher Standort von Agroscope Reckenholz-Tänikon ART. Forschende aus der Schweiz, Frankreich und den Niederlanden belegten mit ihren Ökobilanzen, welche gravierenden Folgen ein falscher Griff ins Regal hat. Rindfleisch aus Brasilien beeinflusst unser Klima stark, weil die Rinder aufgrund anderer Produktionsverfahren später geschlachtet werden und so während ihrer verlängerten Lebenszeit auch mehr Methan ausstossen, ein starkes Treibhausgas. Zudem wird wegen der grossen ausländischen Nachfrage nach Fleisch mehr Regenwald gerodet, um den inländischen Markt zu versorgen. Neben einem grossen Verlust an Vielfalt von Pflanzen und Tieren ist dies auch sehr schädlich für das Klima.

Auch Früchte und Gemüse lassen sich bilanzieren. Transport, Energie, Wasser, Dünger und Pestizideinsatz spielen eine Rolle bei seinem CO2-Ausstoss. So verursacht der Anbau von brasilianischen Papayas grundsätzlich wenig Treibhausgas, doch der Transport mit dem Flugzeug in die Schweiz lässt dieses in die Höhe schnellen und es weit über dem aller anderen Früchte thronen. Auch von Bio-Äpfeln aus Argentinien sollte man sich nicht täuschen lassen. Sie schneiden in ihrer CO2 Bilanz wegen des Transports ebenfalls schlechter ab als unsere heimischen Äpfel aus integrierter Produktion. Von den Avocados aus Südafrika sollte man berücksichtigen, dass die Produktion viel Bewässerung benötigen und reichlich Pestizide. Gurken und Tomaten mitten im Winter – eher nicht, denn sie stammen aus beheizten Treibhäusern und sind damit Klimakiller.

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