Öko-Subventionen sinnvoll?

  • Gavino Strebel
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feldhase_vowaGemäss einem Bericht des Tages Anzeigers machen die Bauern wenig für die Artenvielfalt; dies trotz hohen Subventionen von 200 Millionen Franken pro Jahr für ökologische Ausgleichsflächen.

Diese 200 Millionen leisten die Steuerzahler über Direkzahlungen an die Bauern. Das Bundesamt für Landwirtschaft hält die Suventionen für erfolgreich. Die seit Jahrzehnten anhaltende negative Bestandesentwicklung von Brutvogelarten auf Kulturland hätte gestoppt werden können, und bei gewissen Arten zeige sich sogar eine Verbesserung, so das Bundesamt für Landwirtschaft. Gemäss Simon Birrer von der Schweizerischen Vogelwarte Sempach entspricht dies jedoch einer geschönten Darstellung der Tatsachen. Wie Birrer gegenüber dem Tagesanzeiger berichtet, stimme es zwar, dass die Zahl der Vögel insgesamt zunehme. Profitieren würden aber ohnehin häufige Arten wie Krähen oder Elstern, während gefährdete Arten wie Feldlerchen, Grauammern, Braunkehlchen oder Gartenrotschwänze immer seltener würden. Nicht besser sähe es bei verschiedenen anderen Tier- und Pflanzenarten im Landwirtschaftsgebiet aus.

Angesichts dieser schlechten Ergebnisse der ökologischen Subventionen, stellt sich die Frage, ob die 200 Millionen Franken sinnvoll investiert sind. Oder sind ökologische Ausgleichsflächen gar das falsche Mittel, um die Biodiversität in landwirtschaflich bewirtschaftetem Gebiet zu fördern? Die Antwort auf diese Frage liegt gemäss dem Agrarökologen Markus Jenny, Präsident des Vereins Vision Landwirtschaft, in der mehrheitlich ungenügenden Qualität der Ausgleichsflächen. Um Ökobeiträge zu erhalten, muss ein Landwirt mindestens sieben Prozent seiner Fläche ausscheiden. Meist wählen die Landwirte betriebswirtschaftlich wenig interessante Wiesen als ökologische Ausgleichsflächen, schreibt der Tages Anzeiger. Gemäss Jenny zeigen diese Wiesen jedoch nur dann die gewünschte Wirkung, wenn sie mit seltenen Wiesenpflanzen neu angesät werden. Etwas als Ökofläche anzurechnen bedeutet also noch lange nicht, dass diese Flächen auch von wesentlichem Wert für die Natur sind. Ein anderes Beispiel dafür sind die Hochstammobstbäume: Ein Hochstammobstbaum ist als eine Are Ökofläche anrechenbar. Wenn die Landwirte das Wiesland darunter aber insentsiv nutzen oder beweiden lassen, hat diese Fläche nur eine geringen ökologischen Wert. Der Teufel liegt also im Detail. Gemäss Urs Schneider vom Schweizerischen Bauernverband kommt erschwerend hinzu, dass die Landwirte die Ausgleichsflächen vielfach eher als Hindernis sehen und die Produktion von Nahrungsmitteln ihnen wichtiger ist.

Wie der Tagesanzeiger schreibt, sollten die Bedingungen für zukünftige Direktzahlungen angepasst werden. Nur so können die Ausgleichsflächen künftig Sinn machen. Der Umbau der Direktzahlungen ist in Vorbereitung. Sagt auch der Nationalrat im März Ja, ist der Weg frei für Ausgleichsflächen, die künftig an ihrem qualitativen Resultat gemessen und entsprechend entlöhnt werden.

Tages Anzeiger

1 Kommentar

  • Emogene Tebo

    Grundsätzlich bezeichnet Solar alle Arten die Energie der Sonne Nutzbar zu machen egal ob als Wärme oder Strom, es gibt z.B. Solaröfen die das Sonnenlicht bündeln (ähnlich einer Lupe) so das man im Brennpunkt Essen zubereiten kann. Photovoltaik ist eine spezielle Form von Solaranwendungen, bei der aus Licht durch mikroelektronische Schaltungen ohne weitere Umwandlungsvorgänge direkt elektrische Energie erzeugt wird. übrigens kannst du das auch rein über die Namen ableiten. Solar von Solaris, Sonne Photo von Licht Voltaik da steckt das Wort Volt drin als elektrische Spannung.

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