Die Landschaftszersiedlung hat zwischen 1980 und 2002 um rund 15% zugenommen. Dies zeigen die Ergebnisse aus dem ersten Landschaftszustandsberichts des Bundesamts für Umwelt (BAFU). Die Stiftung Landschaftschutz Schweiz (SL) weist darauf hin, dass auch der qualitative Landschaftsverlust besorgniserregend ist.
Neben den nackten Zahlenwerten zur Zersiedlung ist auch die negative Veränderung der Landschaftsqualität zu berücksichtigen. So ist gerade die neu erhobene Lichtverschmutzung ein Mass für die zunehmende Denaturierung unserer Landschaften. Die Zunahme von Hochspannungsleitungen, Telekommunikationsmasten, Windkraftanlagen wird künftig neben der Bauentwicklung unsere Landschaft noch stärker unter Druck setzen. Von wirkungsvollen Schutzmassnahmen für die Landschaft sind wir noch weit entfernt. Unsere gesetzliche Basis, die auf den Schutz der Biotope ausgerichtet ist, genügt nicht.
Die ausgewiesenen Erfolge bei der Gewässerrevitalisierung basieren auf einer gesetzlichen Win-Win-Situation von Hochwasserschutz und Ökologie. Die SL fordert, dass nun auch für die Gesamtlandschaft ein analoges Aufwertungsprogramm entworfen wird und die heutige Loser-Loser-Situation von schwacher Raumplanung und fehlendem politischen Willen endlich korrigiert wird.
Stiftung Landschaftschutz Schweiz (SL)
Bild: Schmidti / Wikipedia.org
Diskussion
Kommentar senden zum Artikel “Qualitativer Landschaftsverlust ist besorgniserregend”