Kyoto-Protokoll trat in Kraft

  • Redaktion Naturschutz
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Am 16. Februar 2005 trat das Kyoto-Protokoll in Kraft. Dieses gibt den Industrieländern quantifizierte, verbindliche Reduktionsziele für die Emission von Treibhausgasen vor. Dies sei ein grosser Schritt im Kampf gegen die Klimäanderungen und nehme die Schweiz noch stärker in die Pflicht, die Klimagase zu reduzieren, sagte Bundesrat Moritz Leuenberger.

Bis 2012 müssen die Industrieländer ihre Treibhausgas-Emissionen um 5% gegenüber 1990 reduzieren. Gemäss Leuenberger seien aber weitere Anstrengungen seien nötig. Die Experten gehen davon aus, dass diese 5% nicht ausreichen, um zu verhindern, dass der Klimawandel bis Ende des 21. Jahrhunderts für Mensch und Ökosysteme gefährlich wird. Es ist deshalb zu hoffen, dass die Industrienationen ihre bereits ergriffenen Massnahmen weiter verstärken und dass die USA sowie die grossen Entwicklungsländer wie etwa China, Indien und Brasilien mit ihrem hohen CO2-Ausstoss, ihre Verantwortung wahrnehmen und ihren Teil zu den weltweiten Anstrengungen zur Emissionsverminderung beisteuern.

Die sechs vom Protokoll geregelten Treibhausgase – Kohlendioxid, Methan, Lachgas sowie die Gase HFC, PFC und SF6 – stammen hier zu Lande aus verschiedenen Quellen, namentlich aus den Sektoren Energie, Transport, Landwirtschaft und Abfall. Dank der bereits ergriffenen Massnahmen liessen sich die Emissionen bereits auf dem Stand von 1990 stabilisieren. Doch dies reicht nicht aus, um das Kyoto-Protokoll zu erfüllen. Der Bundesrat hat vier Lösungsvarianten in die Vernehmlassung geschickt, welche die Erreichung des im CO2-Gesetz festgeschriebenen Zieles – d.h. 10% weniger CO2-Emissionen bis 2010 -, gewährleisten sollen. Die Vernehmlassung ging am 20. Januar zu Ende. Aufgrund der Resultate wird das UVEK dem Bundesrat im Frühling seine Vorschläge unterbreiten. Zudem wird sich der Bundesrat an seiner Klausur vom 23. März 2005 mit dem Dossier befassen.

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Medienmitteilung BUWAL

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