Kuckuck

Kuckuck: Nur kurz zu Besuch

  • Eliane Küpfer
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Soeben hat „Richard“, der erste besenderte Kuckuck das Mittelmeer überquert und ist auf dem afrikanischen Festland angekommen. Das berichtete der NABU letzte Woche auf ihrer Homepage. Der Kuckuck aus Bayern wurde vom NABU-Partner Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) vor einigen Wochen mit einem Mini-Satellitensender ausgestattet.

Durch die Besenderung soll erforscht werden, wo sich die Kuckucke über das Jahr aufhalten. Denn darüber ist nicht viel bekannt, Gerade einmal drei Monate verbringen die Vögel in Deutschland. In der Schweiz treffen sie im April ein, starten im Mai mit der Brut und ziehen spätestens im September wieder in den Süden, schreibt die Schweizerische Vogelwarte. Sie gehören zu den eher seltenen Arten und gelten hierzulande als potentiell gefährdet.

„Bereits zu Beginn der Zugzeit merken wir, dass wir sehr viel über die Kuckucke noch gar nicht wussten“, erklärt LBV-Artenschutzreferent Andreas von Lindeiner. „Das beginnt mit den unvorhersehbaren Zugrouten und setzt sich mit den unterschiedlichen Gruppen der Aufhalter und schnellen Durchzieher fort.“

Von den besenderten Kuckucken ist „Richard“ als erster in Afrika angekommen. Er hielt sich zuerst in einer von Wüsten geprägten Gegend im Osten Lybiens, zog danach weiter über den Sudan nach Tschad. Die anderen besenderten Kuckucke halten schon seit einigen Tagen im Mittelmeerraum auf und verweilen dort, schreibt der NABU weiter. Zwei Tiere rasten derzeit in Italien und vier auf dem Balkan. Durch die Besenderung möchte das internationale Telemetrie-Projekt Antworten auf die Fragen finden warum sie sich dort aufhalten, wann die Vögel weiterziehen, ob sie dann unterschiedliche Routen nach Afrika nehmen und sich am Ende dort aber wieder treffen.

Wer die Kuckucke auf ihrer Reise beobachten möchte, kann dies über den folgenden Link tun: Kuckuck, wo bist du?!

Bild © Landesbund für Vogelschutz

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