Baumhîhle_FreeTheBees

Kriens lässt «Zeidlerei» wieder aufleben

  • Nicole Wabersky
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Die «Zeidlerei» ist das gewerbsmässige Sammeln von Honig wilder oder halbwilder Bienenvölker. Im Mittelalter ein Handwerk mit hohem Ansehen verschwand dieses aber zusehends, da die Bienenhaltung in klassischen Bienenhäusern wirtschaftlicher war. Aus dem südlichen Ural stösst das Handwerk jetzt wieder über Polen in die Schweiz nach Kriens.

Im Zentrum stehen Massnahmen zur Erhaltung von alten und dicken Bäumen, so genannten Biotopbäumen. In konventionell genutzten Wirtschaftswäldern werden die Bäume gefällt, wenn sie erntereif sind. Dort gibt es keine Biotopbäume. Und damit fehlt auch der Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten, vor allem Moose und Flechten. Mit einem konkreten Projekt in der Förderung von Biotopbäume will die Gemeinde Kriens einen Beitrag zur Artenvielfalt leisten.

Im Schlosswald wurden sechs alte Bäume für einen international ausgeschriebenen Kurs von Imkern zur Verfügung gestellt. Diese pflegen ihre Bienenvölker nicht in normalen Bienenhäusern, sondern in Baumhöhlen, die in alte oder abgestorbene Bäumen geschlagen werden.

Die Gemeinde Kriens übernimmt damit eine Pionierrolle in der naturnahen Waldbewirtschaftung, der Vernetzung von Wald und Kulturland und in der Bewahrung eines kulturhistorischen Erbes.

Medienmitteilung und weitere Informationen – Gemeinde Kriens

Bild: FreeTheBees

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