Gesunder Edelkrebs | © Kanton Luzern
Gesunder Edelkrebs | © Kanton Luzern

Krebspest im Sempachersee ausgebrochen

  • Amanda Buol
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Bei einem Krebs aus dem Sempachersee wurde Krebspest festgestellt. Damit die Seuche nicht verschleppt wird, wurde ein Sperrgebiet beim Sempachersee und bei der Suhre verfügt. Für einheimische Krebse endet die Krebspest fast immer tödlich. Für andere Tierarten und Menschen ist sie ungefährlich.

An einem lebenden Krebs im Sempachersee wurde die Krebspest festgestellt. Die Pilzerkrankung wurde an einem ortsfremden Galizierkrebs entdeckt. Bei Krebsen verläuft die Erkrankung fast immer tödlich. Für uns Menschen und andere Tierarten ist sie ungefährlich.

Damit die Krebspest nicht verschleppt werde, habe der Kantonstierarzt beim Sempachersee und bei der Suhre ein Sperrgebeit verfügt, teilt der Kanton Luzern mit. Diese Sperre gilt für fünf Jahre, aufgrund der langen Überlebensdauer der Krebspest-Sporen.

Einen Impfstoff oder eine andere Behandlung der weltweit verbreiteten Krankheit gibt es nicht. In der Schweiz kommt es immer wieder zu Ausbrüchen in freien Gewässer. Erkrankte Krebse sind auffallend matt, leiden an Gewichtsverlust und einem Zerfall ihres Panzers. Bei toten Krebsen gibt es wattebauschartige Pilzwucherungen aus den Gelenkhäuten, oftmals auch aus den Augen.

Für die Krebse im Sempachersee sei es womöglich schon zu spät. Philipp Amrein, Leiter Fachbereich Jagd und Fischerei des Kantons Luzern, vermutet, dass sie bereits befallen und verendet sind. Dabei geht er von Tausenden toten Flusskrebsen aus.

 

Galizierkrebs mit Krebspest | © Kanton Luzern
Galizierkrebs mit Krebspest | © Kanton Luzern

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