Krähenvergiftungen im Kanton Bern „nur noch punktuell“

  • Redaktion Naturschutz
  • -

Krähenschwärme, die über frisch angesähte Felder „herfallen“, können punktuell für geringe Ernteausfälle sorgen. Nachdem im Kanton Bern in diesem Winter deswegen rund 1100 Krähen gezielt vergiftet wurden und dies zu grossen Protesten seitens der Bevölkerung und der Naturschutzorganisationen führte, setzten sich die Parteien an einen Runden Tisch. Betäubungsmittel sollen nur noch als ultima ratio zum Einsatz kommen, wie Vertreter des Runden Tischs am 12. Mai erklärten. Dies berichtet die Nachrichtenagentur SDA. Man sei sich einig geworden, dass nicht nur eine Massnahme zum Ziel führen könne, erklärte der bernische Jagdinspektor Peter Juesy. Stattdessen brauche es einen ganzen Massnahmenkatalog. Dazu gehören unter anderem Krähenfallen, eine intensivere Bejagung, Knallpetarden oder das tiefere Einsähen des Saatguts. Der Einsatz von Betäubungsmitteln solle nur noch punktuell und lokal erfolgen. Ob und wie solche Aktionen in Zukunft durchgeführt würden, müsste von Fall zu Fall entschieden werden, sagte Juesy. Eine Entschädigung für Krähenschäden, wie sie etwa in einer Motion im Grossen Rat gefordert wird, hätten die Teilnehmer am Runden Tisch abgelehnt.

Beitrag kommentieren