Krähen-Vergiftung im Kanton Bern beendet

  • Redaktion Naturschutz
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Nachdem zahlreiche Organisationen – darunter auch naturschutznetz.ch – und Experten gegen die Krähen-Vergiftungsaktion im Kanton Bern protestiert haben, wurde die Aktion nun abgebrochen. An 20 Stellen wurden mit einem Schlafmittel präparierte Maiskörner ausgelegt und damit über 1000 Rabenkrähen vergiftet. Die Vögel schliefen ein und erfroren.
Die Berner Volkswirtschaftsdirektorin Elisabeth Zölch erhielt zahlreiche Protestmails und -briefe. Gegen die Aktion waren nicht nur die Organisationen Berner Ala (ein Kantonalverband des Schweizer Vogelschutzes SVS), WWF Bern, Pro Natura Bern und die Schweizerische Vogelwarte Sempach, sondern auch Experten wie Prof. Glutz von Blotzheim, einer der bekanntesten Ornithologen der Schweiz. Dieser bezeichnete die Vergiftungsaktion als verwerflich und rechtswidrig.
Neben der Tatsache, dass solche Aktionen die Krähenbestände nicht eindämmen können, weil sie vor allem unverpaarte Jungtiere und evtl. Überwinterer aus dem Osten treffen, sind sie auch besonders gefährlich für andere gefährdete Arten, wie zum Beispiel die seltenen Turmdohlen oder Saatkrähen.
Lösungen für die steigenden Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen durch Krähen zeigt ein Merkblatt des Schweizer Vogelschutzes SVS und der Vogelwarte auf.

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Vogelwarte Sempach aktuell
LID

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