Kosten der Atomenergie gedeckt?

  • Corinna von Kürthy
  • -

Alle fünf Jahre müssen die Kosten für die Stilllegung von Atomkraftwerken und die Entsorgung radioaktiver Abfälle neu berechnet werden. Auf dieser Basis werden die Fondsbeiträge der AKW-Betreiber festgelegt. Heute hat das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI seine Stellungnahme zu den aktuellsten Kostenstudien der AKW-Betreiber publiziert. Die Überprüfung kommt zu dem Schluss, dass die voraussichtlichen Kosten für die Stilllegung der Kernanlagen in der Schweiz sowie für die Entsorgung der radioaktiven Abfälle realistisch abgeschätzt worden sind: Die Kosten für die Ausserbetriebnahme der schweizerischen Kernanlagen sowie die Entsorgung der radioaktiven Abfälle werden auf rund 11,5 Milliarden Franken geschätzt – siehe Medienmitteilung.

Das ENSI identifiziert aber  auch zwölf Punkte mit Verbesserungsbedarf. Laut eines Medienkommentars der Schweizerischen Energie-Stiftung SES zur ENSI-Stellungnahme, identifiziert das ENSI zwar diese zwölf Punkte, unterschlägt dabei aber, dass bei der Kostenbeurteilung für die Stilllegung und Entsorgung nach wie vor grobe Fehler begangen werden. Die SES fordert die sofortige Behebung dieser Mängel, damit die AKW-Betreiber ihre Kosten heute decken und nicht dem zukünftigen Steuerzahler überwälzen – SES Position zu Kostenberich zu KS11.

Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI
Schweizerische Energie-Stiftung SES

Bild: Ch-info.ch [CC-BY-SA-3.0] via Wikimedia Commons

Beitrag kommentieren