Konzept zum Umgang mit Bären ergänzt

  • Barbara Darani
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baer_PWeimann_WWFIn den letzten Jahren sind mehrmals Bären in die Schweiz eingewandert. Die Behörden haben aus diesen Erfahrungen Lehren gezogen und das Konzept zum Umgang mit Bären mit zusätzlichen Anhängen ergänzt.

Der Umgang mit Bären in der Schweiz ist im Konzept Bär geregelt, das seit Sommer 2006 gültig ist. Aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre mit Bären, hat das Bundesamt für Umwelt BAFU das Konzept überarbeitet und mit Anhängen ergänzt. In den neuen Anhängen ist festgehalten, wie das Verhalten von Bären, insbesondere Problembären, protokolliert und eingeschätzt werden soll. Zudem wurden die Abläufe im Umgang mit Bären ergänzt und präzisiert. Besonderes Augenmerk erhält das Abfallmanagement in Gebieten mit Bären.

Erfahrungen im Ausland zeigen, dass die Suche nach Nahrung von Bären in der Nähe von Siedlungen einer der häufigsten Gründe für Unfälle mit Menschen ist. Damit kommt dem Umgang mit Abfällen besondere Bedeutung zu. Der neue Anhang fünf des Konzepts Bär behandelt verschiedene Aspekte dieses Themas. Unter anderem sind Verhaltensregeln aufgeführt, um Konflikte mit Bären möglichst zu vermeiden. Wichtig ist, dass organische Abfälle für Bären unzugänglich gemacht werden, denn die Tiere dürfen keine Gelegenheit erhalten, sich an potenzielle Nahrungsquellen im Siedlungsgebiet zu gewöhnen. Die Nahrungsquellen müssen entfernt oder vor Bären gesichert werden, bsp. mit Schutzzäunen oder mit bärensicheren Abfallbehältern. Besonders wichtig ist eine gute Information der Bevölkerung.

BAFU

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