Asiatischer Laubholzbockkäfer

Kontrollen helfen Laubholzbockkäfer vorzubeugen

  • Eliane Küpfer
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Mit der wärmeren Jahreszeit beginnt die Aktivitätsperiode des Asiatischen Laubholzbockkäfers. Darum sind jetzt Überwachung und Kontrollen spe- ziell wichtig. Der Asiatische Laubholzbockkäfer gilt gemäss der Pflanzen- schutzverordnung als besonders gefährlicher Schadorganismus, der in der Schweiz nicht verbreitet werden darf und der konsequent bekämpft werden muss, schreibt das BAFU. In der Schweiz ist er erstmals 2011 im Kanton Freiburg aufgetreten, wie Naturschutz.ch berichtete.

Der Schädling wird meistens in Holzverpackungen mit Importen aus Asien eingeschleppt und kann alle Laubbäume befallen. Befallene Bäume sterben meist ab. Seit 2012 müssen bestimmte Importe mit Verpackungs- holz aus Nicht-EU-Ländern im Voraus angemeldet werden. Kontrolleure des EPSD kontrollieren, ob das Verpackungsholz dem ISPM15-Standard entspricht. Dieser internationale Holzverpackungsstandard verlangt, dass Verpackungsholz hitzebehandelt oder mit Methylbromid behandelt wird und eine vorgeschriebene Markierung aufweist. Durch die Behandlung sollen allfällige Käfer und Larven abgetötet werden. Finden die Kontrolleure Verpackungsholz, das nicht den internationalen Anforderungen entspricht, muss dieses umgehend vernichtet werden.

Der Asiatische Laubholzbockkäfer zählt zu den meldepflichtigen Quarantäneorganismen. Wer einen verdächtigen Käfer sieht, sollte ihn fangen, wenn möglich lebendig in einen fest verschliessbaren Behälter (Glas mit Deckel; keine Plastiksäcke) geben, nach Möglichkeit fotografieren, auf Verwechslungsmöglichkeiten überprüfen und dann umgehend den zuständigen kantonalen Pflanzen- oder Waldschutzdienst informieren.

Bild © Forschungsanstalt WSL

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