Moospolster vom «Flachen Kissenmoos» (Grimmia sessitana De Not.) auf verschiedenen Gesteinen in ihrer Transporteinheit. Foto © Björn Huwe; Universität Potsdam
Moospolster vom «Flachen Kissenmoos» (Grimmia sessitana De Not.) auf verschiedenen Gesteinen in ihrer Transporteinheit. Foto © Björn Huwe; Universität Potsdam

Können Moose auf dem Mars überleben?

  • Nicole Wabersky
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Moose wachsen oft unter extremen Bedingungen. Ob die anpassungsfähigen Pflanzen auch im All oder auf dem Mars überleben könnten, erforschen Pflanzenbiologen der Universität Zürich.

Gemeinsam mit Forschenden der Universität Potsdam lancieren sie ein Experiment auf der Internationalen Raumstation ISS. Eine Sojus-Rakete startet am 23. Juli, mit Moosen bestückt, von Kasachstan aus ins All. Zum ersten Mal werden solch hoch entwickelten Pflanzen dem Weltraum direkt ausgesetzt.

Lebermoose sind die evolutionär ältesten Landpflanzen und gehören zu den ersten Pflanzen, die sich etwa auf einer neu entstandenen Vulkaninsel ansiedeln. Nun lassen Pflanzenbiologen der Universitäten Zürich und Potsdam das weit verbreitete Brunnenlebermoos und das an hochalpine Standorte angepasste Flache Kissenmoos auf die Internationale Raumstation (ISS) bringen.

Dabei wird ein Teil der pflanzlichen Fracht Weltraumbedingungen – wie Weltraumstrahlung und Vakuum – ein anderer Teil einer künstlich erzeugten Atmosphäre, wie sie auf dem Mars vorkommt, ausgesetzt.

Experimente haben bereits gezeigt, dass Moose unter simulierten Weltraumbedingungen überleben können. Die Wissenschaftler wollen dies laut Mitteilung überprüfen und erforschen, ob die Pflanzen fähig sind, die weltraumähnlichen Umweltbedingungen auf anderen Planeten, wie dem Mars, langfristig zu überleben.

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