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Königin der Nacht – Nächtliches Ereignis in der Sukkulenten-Sammlung

  • Kathrin Ruprecht
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Letzten Freitag was es endlich soweit! Die Königinnen der Nacht liessen ihre Blütenpracht auf die nächtlichen Besucher der Sukkulenten-Sammlung Zürich wirken. Auch der Duft war königlich: Von Vanille bis Kakao, je nach Blühdauer, Blüte oder Pflanze.

Lange wurde schon auf diese Nacht gewartet. Der Newsletter der Sukkulenten-Sammlung Zürich informierte regelmässig über den Stand der Blütenknospen der Königin der Nacht. Nach einigem Zögern, durch den regnerischen Donnerstag, war es aber dann letzten Freitag soweit. Ab halb 10 Uhr, nachdem die Blüten sich langsam geöffnet hatten, wurden die Besucher eingelassen.

Die sonst eher unscheinbare Pflanze, trug nun handgrosse Blüten! Innen weisse Kronblätter, wie eine Seerose, und aussen orange-braune Blütenhüllblätter. Und dann erst der Duft! Die meisten Blüten rochen wie frischer Kakao oder vielleicht auch wie dunkle Schokolade. Der Duft soll aber am Anfang der Nacht noch feiner, etwas nach Vanille gerochen haben. Je länger die Blüte aber offen ist, desto mehr wandelt sich der Geruch Richtung Schokolade. Und tatsächlich – bei einer kleineren Blüte, vielleicht eine die etwas weniger lang offen war, lag noch eindeutig der Geruch von Vanille in der Luft.

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Der Duft der Blüten sollte in der Natur natürlich nicht den Menschen anlocken, sondern Nachtfalter, welche für die Bestäubung zuständig sind. Der ganze Zauber einer Blüte hält aber nur einen Nacht. Dann ist die Blüte verblüht und wird, falls bestäubt worden, eine Frucht bilden. Am Anfang noch mit Dornen bewehrt, lässt sie diese dann zur Reifezeit fallen, damit sie durch verschiedene Tiere gefressen werden kann.

Mehr Informationen über die Königin der Nacht finden Sie hier.

Der Besuch der Sukkulenten-Sammlung Zürich lohnt sich auch jetzt noch. Vor allem jetzt im Frühsommer blühen viele der Kakteen – auch tagsüber!

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1 Kommentar

  • Wyss Gabriela

    Liebe Kathrin Ruprecht

    ich bedanke mich herzlich für die umfassende Berichterstattung. War spannend zu lesen.

    Beste Grüsse, Gabriela Wyss

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