„Klosterrhein“ bei Rheinau soll mehr Wasser erhalten

  • Redaktion Naturschutz
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Im Bereich des sogenannten «Klosterrheins» bei Rheinau fliesst der Rhein nur langsam – es handelt sich um eine 2,5 Kilometer lange Kraftwerk-Restwasserstrecke. Bereits im Jahr 2003 wurde in einer vom Rheinaubund in Auftrag gegebenen Studie darauf hingewiesen, dass der Flussabschnitt mehr Restwasser braucht, um sein ökologisches Gleichgewicht wieder zu finden. Das Bundesamt für Energie (BfE) ist nun bereit, die Restwassermenge zu erhöhen.
Durch den Bau des Kraftwerks Rheinau ist ein Pseudofluss entstanden, der aus gewässerökologischen und ästhetischer Sicht unbefriedigend ist. Das fehlende Geschiebe führte zu einer Verdichtung, wodurch sich die Lebensräume für Kleinlebewesen und Fische verändert haben. Typische Fische wie Äschen, Forellen und Nasen sind fast gänzlich verschwunden. Hauptwehr und Hilfswehre verunmöglichen zudem die Fischwanderung.
Gemäss dem Gewässerschutzgesetz muss dieser unbefriedigende Zustand behoben werden, doch hat das Sanierungskonzept den unterschiedlichen Bedürfnissen des Umwelt- und Landschaftsschutzes, des Kraftwerkbetreibers sowie weiterer Kreise Rechnung zu tragen. Eine im Auftrag des BfE ausgearbeitete Grobplanung bestätigt jedoch nun die ökologisch ungünstigen Verhältnisse der Restwasserstrecke. Aufgrund dieser Beurteilung werden in einem umfassenden Versuch Ende Februar die Restwassermengen sukzessive auf bis zu 80 Kubikmeter erhöht, wobei auch die beiden Hilfswehre geöffnet werden.

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