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Der Klimawandel & die Auswirkungen

  • Nicole Wabersky
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Es ist weithin bekannt, dass der Klimawandel und die Erwärmung Auswirkungen auf die Schweiz haben. Der neue Bericht «CH2014-Impacts» befasste sich nun mit den Folgen des Klimawandels für die Schweiz. Mehr als 20 Forschungsgruppen haben unter Leitung des Oeschger-Zentrums für Klimaforschung der Universität Bern an diesem Bericht gearbeitet.

Untersuchungen fanden in sieben Themenbereichen statt. Von Gletscher und Wasserhaushalt, über Wald, Biodiversität und Landwirtschaft bis zu Gesundheit und Energie. Bekannte Situationen wurden nicht nur bekräftigt, sondern auch ergänzt.

Der Verlust an Schweizer Gletschern könnte Ende Jahrhundert 90 Prozent betragen. Bäume in tieferen Lagen stünden durch Borkenkäfer und vermindertes Wachstum verstärkt unter Stress. Damit würden die Schutzwirkungen vor Lawinen und Steinschlägen sinken. In höheren Lagen aber, würde das Baumwachstum und somit die Schutzwirkung zunehmen.

Auch regionale Unterschiede würden sich verstärkt zeigen. Im Tessin würden sich Hitzeperioden mit Tropennächten verlängern. Nicht nur der Mensch würde darunter leiden. Kühe könnten unter Hitzestress und der Wald unter der Trockenheit leiden. Im Mittelland würde zwar der Weinbau profitieren, gleichzeitig würden aber negative Auswirkungen überwiegen. Die Abflussmenge der Flüsse würde abnehmen. Die Trinkwasserqualität würde mit steigender Grundwassertemperatur sinken. Auch die Artenzusammensetzung von Vogel- und Pflanzenvorkommen würden sich weiter verändern.

Laut den Forschern sollte mit Wasser haushälterischer umgegangen werden. Die Waldpflege sollte angepasst und die Biodiversität gefördert werden. Die Anpassung und der Klimaschutz müssten insgesamt Hand in Hand gehen.

Zum «CH2014-Impacts»-Projekt (Englisch)

Bild: Dietmar Rabich, rabich.de [CC-BY-SA-4.0], via Wikimedia Commons

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