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Klimawandel bedroht Spezialisten

  • Monika Jung
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honigbiene12244Klimawandel und gebietsfremde Arten werden zu neuen Lebensgemeinschaften in der Natur führen, schreibt ein internationales Forscherteam im Fachblatt Biological Reviews. Während die positiven Effekte oft auf so genannte Generalisten beschränkt seien, könne die Kombination aus Klimawandel und fremden Arten zu einer deutlichen Gefahr für spezialisierte einheimische Arten werden.

Die einzelnen Tier- und Pflanzenarten unterscheiden sich in ihren Ansprüchen an die Umwelt, selbst wenn sie gemeinsam vorkommen. Deshalb werden sie auch individuell auf den Klimawandel reagieren. Es kommt daher nicht zu einer synchronen Reaktion ganzer Lebensgemeinschaften, sondern zur Entstehung neuer Kombinationen von Arten. Solche neue Lebensgemeinschaften werden sich dadurch auszeichnen, dass bereits etablierte Beziehungen zwischen Blütenpflanzen und deren Bestäubern auf vielfältige Weise verloren gehen aber auch vollkommen neue entstehen können. Hier können gebietsfremde Arten eine bedeutende Rolle spielen, da sie verlorengegangene Bestäuberfunktionen ersetzen können oder Resourcen in kritischen Zeiten für die Bestäuber bereitstellen können. „Wie sich solche neue Lebensgemeinschaften aber generell auf die Bestäubung von Blütenpflanzen auswirken werden ist noch schwer zu sagen. Fest steht jedenfalls, dass generalistische Arten, wie zum Beispiel Pflanzen die von vielen relativ unspezifischen Insekten bestäubt werden oder Bestäuber die eine Vielzahl unterschiedlicher Pflanzen nutzen können, weniger vom Klimawandel bedroht sind als spezialisierte Arten, die nur mit wenigen, besonders angepassten Arten interagieren können“, sagt Dr. Oliver Schweiger vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ).

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Bild: André Künzelmann/UFZ

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