Bild: Franco Pecchio (Wikimedia Commons)
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Klimawandel auf Google-Earth

  • Manuela Just
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Abschmelzender Permafrost kann gravierende Auswirkungen für Mensch und Natur haben. Prominente Beispiele dafür sind der Matterhorn Felssturz 2003 und der Murgang in Guttannen 2005. UZH-Geograf Stephan Gruber hat versucht, mit seinen Permafrost-Karten die Gefahrenzonen sichtbar zu machen. Diese Karten sind seit kurzem auf Google-Earth abrufbar.

„Permafrost ist Boden, welcher das ganze Jahr über gefroren ist  … (und) kommt sowohl im Fels als auch in Lockermaterial vor (z.B. Geröll, Schutt)“, so die Definition vom Bundesamt für Umwelt BAFU. Instabil werdende Seilbahn- und Strommasten, Felsstürze – alpine Länder wie die Schweiz haben infolge des Klimawandels bereits einschlägige Erfahrungen mit auftauendem Permafrost gemacht.

Da Permafrost im Untergrund vorkommt, kann er nicht direkt kartiert werden. Glaziologe Stephan Gruber von der Universität Zürich hat die globalen Permafrostzonen erstmals in Hochauflösung und nach einheitlicher Methode modelliert. Der Wissenschaftler schätzt die Permafrostregionen auf 22 Millionen Quadratkilometer. Dies entspricht einem Sechstel der weltweit exponierten Landoberfläche. Gemäss der Universität Zürich kann dank Grubers Karten der Permafrost-Flickenteppich genauer als je zuvor dargestellt werden.

Weitere Informationen

www.uzh.ch
www.bafu.admin.ch

Bild: Franco Pecchio (Wikimedia Commons)

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