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Klimaverhandlung: kein Durchbruch

  • Silvan Kaufmann
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barcelonaAn den Klimaverhandlungen in Barcelona im Vorfeld der Klimakonferenz von Kopenhagen wurden bei Fragen betreffend die Anpassung an die Klimaänderungen Fortschritte erzielt. Allerdings kamen bei der Bereinigung der Verhandlungstexte keine wegweisenden Entscheide über die Emissionsreduktionen und die Finanzierung zustande. So lautet die Einschätzung der Schweizer Delegation unter der Leitung von Botschafter Thomas Kolly, Chef der Abteilung Internationales des Bundesamtes für Umwelt.

30 Tage vor Beginn der Klimakonferenz von Mitte Dezember in Kopenhagen herrscht verhaltener Optimismus, dass ein Konsens über das Klimaregime für die Zeit nach 2012 gefunden werden kann. An der letzten formellen Klimaverhandlung vor Kopenhagen in Barcelona wurden nur zögerliche Fortschritte verzeichnet. Namentlich bei den politisch heikelsten Fragen wie etwa die Verpflichtung aller Länder zur Emissionsreduktion oder die Finanzierung des Kampfes gegen die Klimaerwärmung. Ein entschlossenes Engagement der Minister und Staatschefs wird nötig sein, damit an der Klimakonferenz in Kopenhagen eine umfassende Einigung zustande kommt.

Immerhin erzielten die rund 2000 in Barcelona versammelten Unterhändler Erfolge in anderen, weniger umstrittenen Fragen, etwa bei der Anpassung an die schädlichen Auswirkungen des Klimawandels. In Bezug auf die Emissionen aus der Abholzung oder der Landwirtschaft konnten sämtliche Verhandlungsoptionen abschliessend definiert werden.

Gebremst werden die Verhandlungen durch die Tatsache, dass die USA noch keine nationale Klimaschutzgesetzgebung verabschiedet haben und dies bis zur Konferenz von Kopenhagen höchstwahrscheinlich auch nicht tun werden. Es ist absehbar, dass auch nach einer Einigung in Kopenhagen noch viel getan werden muss, damit das neue Klimaregime umgesetzt werden kann.

BAFU

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