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Klimaschutz in Japan bröckelt

  • Sophie Ryser
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Eigentlich hatte Japan vorgesehen, seinen CO2-Ausstoss zwischen 1990 und 2020 um 25 Prozent zu senken. Doch nun ist dies offenbar nicht mehr realisierbar und Japan setzt wieder vermehrt auf fossile Energieträger. Schuld daran sei die Reaktorkatastrophe von Fukushima. Nach dem Erdbeben und Tsunami, welche das Atomkraftwerk zerstörten, wurde ein Grossteil der Kernkraftwerke im Land abgeschaltet.

Neues Ziel ist, mit dem CO2-Ausstoss auf 3,8 Prozent unter dem Niveau von 2005 zu bleiben. Doch dies würde wiederum eine Zunahme um 3 Prozent im Vergleich zum Niveau 1990 bedeuten. Wie ein Vertreter der Regierung laut Spiegel.de sagte, sollten diese Zahlen bald an der UN-Klimakonferenz in Polen präsentiert werden. Die „neue internationale Verpflichtung“ will Tokio bei den Vereinten Nationen registrieren lassen. Diese Vorgaben seien aber nur befristet, da Japan plant, wieder zur Atomkraft zurückzukehren.

Nicht nur der WWF kritisierte dieses Vorgehen, auch die Menschen in Japan stehen seit dem Unglück in Fukushima der Atomkraft vermehrt kritisch gegenüber. Aus diesem tritt auch heute, gut zwei Jahre danach, immer wieder Radioaktivität aus und die Lage ist alles andere als sicher. Anstatt auf Atomenergie nun auf fossile Energieträger zurückzugreifen, kann aber keine Lösung für die Zukunft sein.

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Bild: Volker Polednik [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

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