Klimaschutz auf dem Teller

  • Nora Kieselbach
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Das Catering-Unternehmen SV Group und WWF Schweiz informieren in einem gemeinsamen Mediencommunique über die Lancierung des Programms ONE TWO WE für eine klimafreundliche Personalgastronomie. Denn Klimaschutz findet auch auf dem Teller statt.

Gemeinsam mit Lieferanten, Kunden und Gästen möchte die SV Group im nächsten Jahr schweizweit ihren CO2-Fussabdruck verkleinern und so aktiv zum Umweltschutz beitragen. Dafür tritt die SV Group in der Schweiz der WWF Climate Group bei. Um die Kernziele von ONE TWO WE zu erreichen, wurden in den vier Umweltfeldern Angebot, Beschaffung, Betrieb und Logistik auf wissenschaftlicher Basis folgende Umweltstandards definiert:

– weniger Flugwaren,
– weniger Produkte aus fossil beheizten Gewächshäusern,
– weniger Fleisch,
– weniger Energieverbrauch,
– und weniger Abfall.

Steigt ein Restaurant oder Mensa nun neu in das Programm ein, wird für jeden dieser Umweltstandards zuerst ein Status quo erhoben und bewertet: so entsteht für den jeweiligen Betrieb ein individueller Nachhaltigkeitsplan, in welcher die vom Auftraggeber vorgegebenen Leitlinien und Firmenwerte auf Massnahmen in der Gastronomie angewendet werden. Dies bedeutet konkret: Von Experten zusammengestellte Lösungen werden nach dem Baukastenprinzip ideal für den jeweiligen Betrieb kombiniert. Dabei wurden mit dem WWF Mindeststandards definiert. Das Ziel: 20 Prozent CO2 -Reduktion, das entspricht 3000 Tonnen CO2 jährlich ab 2015.

Die Gäste haben dabei weiterhin die Wahlfreiheit, ob vegetarisch, Fleisch oder Fisch; jedoch wird das Angebot an fleischlosen und fleischarmen Produkten ausgebaut und attraktiver gestaltet, damit sich Gäste öfter für ein vegetarisches Menu entscheiden. Begleitet wird dies von einem wissenschaftlich optimierten Beschaffungsmix für Gemüse und Früchte. Denn ein Drittel der persönlichen Umweltbelastung stammt aus unserer Ernährung: Flugwaren, Produkte aus fossil beheizten Gewächshäusern und auch der Fleischkonsum fördern die Freisetzung von Treibhausgasen.

Die Uni Basel wird das Programm 2013 als Erste umsetzen und somit die Gäste zu einem klimaschonenderen Konsum ermuntern. SchniPo bleibt zwar auf dem Speiseplan, aber die SV Group verpflichtet sich, mehr fleischlose Gerichte beim meistverkauften Menu 1 zu offerieren – ein Anliegen, das dem WWF Schweiz besonders am Herzen liegt.

Weitere Informationen

WWF Schweiz
SV Group

Bild: Kobako [CC-BY-SA-2.5] via Wikimedia Commons

1 Kommentar

  • Antonietta

    Bis zu 95% weniger Treibhausgase entstehen, wenn Pflanzen- statt Tierfleisch produziert wird. Ähnlich klar sieht die Bilanz beim Flächenverbrauch aus.

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