Klimarappen wird am 1. Oktober eingeführt

  • Redaktion Naturschutz
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Ab 1. Oktober wird der Liter Treibstoff um vermutlich 1,5 Rappen teurer werden – dann nämlich wird der Klimarappen eingeführt. Dieser wurde von der Erdöllobby propagiert, um eine teurere CO2-Abgabe auf Treibstoffe zu verhindern. Anders als die CO2-Abgabe auf Heizöl, die ab 2006 erhoben, aber dann wieder an die Bevölkerung rückverteilt wird (46 Franken pro Kopf), wird die Klimaabgabe auf Benzin in die Stiftung Klimarappen fliessen. Mit der auf den jährlich 4 Millionen Tonnen Benzin erhobenen Abgabe sollen rund 100 Millionen Franken zusammenkommen. Diese müssen dafür verwendet werden, den CO2-Ausstoss im Verkehr um 1,8 Millionen Tonnen zu drosseln. Die Stiftung wird dies in erster Linie via Verkauf von Emissions-Zertifikaten auf dem europäischen Markt tun. Auf Basis des aktuellen Preises kosten 1,6 Millionen Tonnen CO2 64 Millionen Franken. Der Rest wird in Energiesparprojekte im Inland fliessen. Eine entsprechende Vereinbarung wird laut Umweltdepartement (Uvek) am 30. August unterzeichnet werden. Bereits in den nächsten Wochen wird die Stiftung Klimarappen gegründet. Sie soll ebenfalls am 1. Oktober ihre Arbeit aufnehmen.

Bereits im Jahr 2007 wird der Bund Bilanz ziehen und beurteilen müssen, ob die Massnahmen greifen und in der Lage sind, die Klimaziele des Bundes zu erreichen. Beim Verkehrsclub VCS ist man weiterhin skeptisch, dass der CO2-Ausstoss im Verkehr auf diese Weise ausreichend gesenkt werden kann. „Wir gehen nach wie vor davon aus, dass 30 Rappen auf den Liter Benzin erhoben werden müssten, wollte man den nötigen Lenkungseffekt erzielen“, sagt VCS-Sprecher Felix Adank. „Der Klimarappen ist eine reine Alibimassnahme“.

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