Klimakonferenz: schleppende Verhandlungen

  • Redaktion Naturschutz
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Vom 28. November bis zum 9. Dezember 2011 findet im südafrikanischen Durban die 17. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention statt. Auf der sogenannten COP17 werden Delegierte aus 193 Ländern über einen neuen Weltklimavertrag und die Zukunft des Kyoto-Protokolls verhandeln. Die kommende Klimakonferenz steht vor einer schwierigen Aufgabe; nur schleppend kommen die Verhandlungen voran. Die Klimawissenschaft sendet derweil immer deutlichere Alarmsignale.

Greenpeace erwartet laut einer Medienmitteilung von der COP17 eine klare Entscheidung, bis spätestens im Jahr 2015 einen neuen Weltklimavertrag auszuhandeln, der alle grossen CO2-Emittenten umfasst. Für die Übergangszeit müsse eine Neuauflage des Kyoto-Protokolls beschlossen werden. Zudem müsse der bei der vorigen Klimakonferenz in Cancun beschlossene Klimafonds, aus dem Klima- und Waldschutz sowie Anpassungsmassnahmen in Entwicklungsländern finanziert werden sollen, endlich in Kraft gesetzt werden. Dafür seien innovative Finanzierungsmodelle gefragt. «Die Schweiz wie auch die EU müssen in diesen Fragen endlich wieder eine Führungsrolle einnehmen und sich mit gleichgesinnten Staaten – notfalls auch gegen Blockierer wie die USA – positionieren», schreibt Greenpeace. Für die Schweiz heisst das, mit anderen europäischen Ländern mitzuziehen und ein Reduktionsziel von minus 40 Prozent bis 2020 in die Waagschale zu werfen, sowie ihren konkreten Beitrag an den Klimafonds zu sprechen. Das entspricht der Verantwortung sämtlicher Industrienationen, damit die globale Erwärmung unter der kritischen zwei-Grad-Grenze gehalten werden kann.

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