Alpenschneehuhn

Klima wandelt Schweizer Vogelwelt

  • Nora Kieselbach
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Die Bestände von wärmeliebenden Vogelarten nehmen bereits seit mindestens zwanzig Jahren stark zu. Mit dem neuen „Swiss Bird Index® Climate Change“ zeigt die Schweizerische Vogelwarte den Zusammenhang zwischen dem Klimawandel und Veränderungen in der heimischen Vogelwelt auf und nennt die Verlierer des Klimawandels wie beispielsweise das Alpenschneehuhn.

Klimatische Faktoren haben einen entscheidenden Einfluss auf die Verbreitung von Pflanzen und Tieren. Ausgehend von den Voraussagen für das Klima und die künftige Landnutzung in der Schweiz hat die Vogelwarte Prognosen für die Verbreitung der heimischen Vögel erstellt. Zu den Gewinnern zählen wärmeliebende Arten wie der Bienenfresser oder die Blaumerle. Auf der Verliererseite stehen Alpenbewohner, deren Lebensraum aufgrund von klimabedingten Veränderungen immer stärker schrumpft. Für typische Bergvögel wie das Alpenschneehuhn und die Ringdrossel wird es hingegen zunehmend schwierig werden, geeignete Orte zum Brüten zu finden.

Bereits dramatisch abgenommen haben die Bestände des Alpenschneehuhns: Seit 1990 hat sich die Population um ein Drittel verringert. Wenn der charakteristische Hühnervogel in der Schweiz erhalten werden soll, müssen jetzt in den Hochlagen der Alpen störungsfreie Rückzugsgebiete geschaffen werden, fordert die Vogelwarte Sempach.

Weitere Informationen

Schweizerische Vogelwarte Sempach

Bild: © Markus Varesvuo

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