© Mapmarks (Own work) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons
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Klima-Allianz kritisiert Klimapolitik vom Bundesrat

  • Nicole Wabersky
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Die Schweiz solle ihre Klimaschutz-Verpflichtungen nicht einhalten, hat der Bundesrat heute beschlossen.

Die Allianz für eine verantwortungsvolle Klimapolitik mit 60 Organisationen verurteilt diesen Entscheid. Er ist schlecht für die Schweiz und ungerecht gegenüber der Welt. Die Klima-Allianz fordert ein Klimaschutzszenario, ein 60 Prozent-Reduktionsziel bis 2030 und die verursachergerechte Finanzierung internationaler Verpflichtungen.

Mit einer weltweite Erwärmung von über 2 Grad oder gar schon über 1,5 Grad sind gefährliche Klimaveränderungen zum Schaden von Mensch und Umwelt zu erwarten. Darum hat sich die Schweiz international zu einem 2-Grad Ziel verpflichtet und ein CO2-Gesetz beschlossen, das vom Bundesrat eine 2-Grad-kompatible Klimapolitik verlangt.

Für dieses Ziel muss die Schweiz ihre Treibhausgas-Emissionen wie im Gesetz vorgesehen bis 2020 um 40 Prozent reduzieren (Basis 1990). Der Bundesrat hat heute beschlossen, sich mit der Hälfte zufrieden zu geben.

„Der Bundesrat verabschiedet sich damit von einer aktiven und gerechten Klimapolitik“,

sagt Patrick Hofstetter, Sprecher der Klima-Allianz und Leiter Klima & Energie beim WWF Schweiz.

Vergleichbare Länder wie Deutschland, Schweden oder Dänemark orientieren sich an einem 40 Prozent-Reduktionsziel. Diese Länder haben erkannt, dass Klimaschutz auch eine wirtschaftliche Chance ist. Mit Klimaschutz wird weniger Geld für fossile Energie verbrannt. Vor allem aber sind die Folgekosten eines ungebremsten Klimawandels weit höher als die Investitionen in den Klimaschutz.

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