Kleinsäuger im Fokus

  • Manuela Just
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Wussten Sie, dass eine Zwergspitzmaus täglich etwa das Doppelte von ihrem Körpergewicht an Insekten und Spinnen verzehrt? Erkennen Sie eine Biber-Markierstelle an ihrem Duft? Oder haben Sie schon mal beobachtet, wie eine Hausspitzmaus ihren Nachwuchs in Sicherheit bringt?

Kleinsäugetiere leben fast unbemerkt zwischen uns. Dank ihrer Anpassungsfähigkeit, sind in unserer intensiv genutzten Landschaft fast alle Arten noch erhalten. Vielleicht ist dies der Grund, weshalb sie bei Naturschutzmassnahmen kaum berücksichtigt werden. Es gibt zwar Gesetze zum Schutz der kleinen Tiere: Im Aargau z.B. dürfen Haselmäuse nicht gefangen oder getötet werden und ihre Nester nicht beschädigt oder zerstört werden. Doch wo sind diese Nester und wie kann eine versehentliche Zerstörung verhindert werden? Praktische Tipps zum Schutz der kleinen Säuger und weitere interessante Informationen zu Igel, Biber, Zwergspitzmaus und Co. präsentiert Umwelt Aargau in der Broschüre „Schutz der kleinen Säugetiere – Eine Arbeitshilfe“.

Um ihre Körpertemperatur aufrecht zu erhalten, brauchen Säugetiere viel Nahrung. Auf Nahrungssuche durchstreifen sie Gebiete von mehreren Quadratkilometern (Dachs, Baummarder, Iltis) oder vielen Aren (Spitzmäsue, Haselmäuse). Verbindungswege und trockene Unterschlüpfe sind für die Tiere überlebenswichtig. Hindernisse sind neben Mauern, Zäunen und grossen Gewässern auch deckungsarme Gelände wie z.B. Landwirtschaftsgebiete und Rasen- oder Asphaltflächen. Auch Schächte und Kellereingänge sowie unbedeckte Flaschen, Dosen und Töpfe können zur tödlichen Falle werden.

Die drei wichtigsten Komponenten zum Schutz der kleinen Tiere sind deshalb das Anbieten von Nest- und Versteckstrukturen, die Vermeidung und Beseitigung von Hindernissen und das Erhalten oder Schaffen von deckungsreichen Verbindungswegen. Bereits einfache Massnahmen können viel bewirken. Gestalten auch Sie ihren Garten Kleinsäugetier gerecht!

Zur Arbeitshilfe

Bild: Danielle Schwarz

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