Alpwiese, Blumenwiese, Biodiversität

Klarer Rahmen für Biodiversitätsforschung willkommen

  • Nora Kieselbach
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Wie die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz SCNAT mitteilen, wird die geplante Ratifizierung des Nagoya-Protokolls begrüsst: das Vertrauen der an Biodiversität reichen Staaten in den Forschungsstandort Schweiz wird damit gestärkt. Dabei beschränkt sich der Bund auf ein Minimum an administrativen Vorgaben für die akademische Forschung, was die Akademie in ihrer Stellungnahme zur Vernehmlassung ausdrücklich anerkennen.

Das Nagoya-Protokoll regelt den Zugang zu genetischen Ressourcen und die gerechte Aufteilung der sich aus ihrer Nutzung ergebenden Vorteile. Die akademische Forschung sei auf die Umsetzung des Protokolls in der Schweiz und in Partnerstaaten angewiesen, schreiben die Akademien. Das Protokoll schaffe Rechtssicherheit, fördere das Vertrauen und biete der Biodiversitätsforschung gegenüber kommerziellen Nutzern erleichterten Zugang. Wichtig sei zudem, dass die vorgesehene Sorgfaltspflicht für die akademische Forschung verhältnismässig und zweckführend ausgestaltet werde.

Von der Umsetzung des Protokolls profitiert nicht nur die Forschung, sondern die Biodiversität selbst, die Grundlage des Lebens. Deren Kenntnis ist eine Voraussetzung für deren Schutz. Schweizer Forschende verfügen über wichtige Kompetenzen im Bereich Biodiversität und können so Entwicklungsländer, die oft über eine besonders reiche Biodiversität verfügen, im Erhalt ihrer Lebensgrundlagen unterstützen. Die Akademien erachten es deshalb als entscheidend, dass die Schweiz intensiv auf die Umsetzung des Protokolls hinwirkt.

Das Nagoya-Protokoll wurde am 29. Oktober 2010 an der Parteienkonferenz zur Biodiversitätskonvention in Nagoya verabschiedet. Jetzt steht dessen Ratifizierung in den Vertragsstaaten an. Am 16. Mai 2012 hat der Schweizer Bundesrat die Vernehmlassung über die Ratifizierung des Nagoya-Protokolls eröffnet.

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Akademie der Naturwissenschaften Schweiz SCNAT

Bild: CoreForce [CC-BY-2.0] via flickr

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