KKL Leibstadt, AKW, Kernkraftwerk

KKL darf Leibstadt reparieren

  • Nora Kieselbach
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Ende August war bei einer periodischen Ultraschall-Überprüfung am Reaktordruckbehälter des AKW Leibstadt eine gerissene Schweissnaht entdeckt worden. Das Kernkraftwerk Leibstadt bzw. die KKL AG informierte daraufhin das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) über den meldepflichtigen Sachverhalt. Das Ensi hat nun eine Reparatur des betroffenen Speisewasserstutzens bewilligt, teilt die KKL AG mit.

Das Ensi erteilte die Reparatur-Bewilligung in einem mehrstufigen Prozess, wobei zwei unabhängige Gutachter die dafür notwendigen vorgängigen Abklärungen, Tests und Dokumentationen überwachten. Die Reparaturmethode der Wahl, das sogenannte „Weld-Overlay“ (wobei die betroffene Stelle komplett mit einer neuen, aufgeschweissten Materialschicht ummantelt werden soll) sei ein anerkanntes Verfahren nach dem neusten Stand der Technik, informiert die KKL AG. Weltweit seien bereits mehrfach Reparaturen auf diese Weise durchgeführt worden.

Verläuft die Reparatur nun nach Plan, wird das AKW Leibstadt Ende Oktober wieder am Netz sein. Damit würde die Jahresrevision rund fünf Wochen länger gedauert haben als geplant – was mögliche Betriebsausfallkosten von bis zu 50 Millionen Franken zur Folge haben könnte.

Weitere Informationen

Eidgenössisches Nuklearsicherheitsinspektorat Ensi
Kernkraftwerk Leibstadt AG

Bild: Nawi112 [CC-BY-SA-3.0] via Wikimedia Commons

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