© I. Kuebi [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons
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Kitesurfen auf dem Zürichsee

  • Roman Vonwil
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Kitesurfen ist im Kanton Zürich ab kommenden Februar generell erlaubt. Der Zürichsee Landschaftsschutz weist darauf hin, dass durch das Kitesurfen nahrungssuchende und brütende Vögel stark gestört werden können, und fordert deshalb das Einrichten von Störungspufferzonen und Seeuferschutzzonen

Der Kanton Zürich erlaubt das Kitesurfen ab Mitte Februar 2015 als Reaktion auf das Aufheben des nationalen Verbots durch den Bundesrat anfangs Jahr. Während das Kitesurfen auf kleineren Seen im Kanton Zürich weiterhin verboten bleiben wird, kann die Sportart in Zukunft auf dem Zürichsee – überall, wo Windsurfen auch erlaubt ist –  ausgeübt werden.

Der Zürichsee Landschaftsschutz (ZSL) weist  in einer Pressemitteilung darauf hin, dass Zielkonflikte mit verschiedenen Naturschutzanliegen nicht von der Hand zu weisen seien. So können im Schilfrohr brütende Vögel durch das Kitesurfen stark gestört werden. Auswirkungen hat der Wassersport auch auf Arten wie die Flussseeschwalbe, die Nahrung in den Uferbereichen suchen und von der zusätzlichen Beanspruchung des Sees weiter in ihren Suchräumen eingeschränkt werden.

Obwohl kein Grund bestehe grundsätzlich gegen die Lockerung des Verbots des Kitesurfens zu sein, fordert der ZSL vom Kanton das Einrichten von Störungspufferzonen und Seeuferschutzzonen um die ruhenden, brütenden und nahrungssuchenden Vögel stärker zu schützen. Nur so könne eine ökologisch verantwortungsbewusste Nutzung der Wasserfläche sichergestellt werden.

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