Wird es am Sempachersee bald auch so aussehen? | © Kitesurf Tour Europe [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
Wird es am Sempachersee bald auch so aussehen? | © Kitesurf Tour Europe [CC-BY-SA-2.0], via Flickr

Kitesurfen am Sempachersee stösst auf Unverständnis

  • Amanda Buol
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Der Luzerner Regierungsrat hat das Kitesurfen auf dem Sempachersee mit Einschränkungen erlaubt. Die Naturschutzorganisationen kritisieren diesen Entscheid. Wasservögel rund um den Sempachersee könnten vermehrt gestört und geschützte Uferzonen beeinträchtigt werden.

Das allgemeine schweizweite Kitesurfverbot wird ab Mitte Februar ausser Kraft gesetzt. Somit liegt der Entscheid über Nutzung und Einschränkung der Seen für Kitesurfen bei den Kantonen. Der Kanton Luzern entschied sich die Luzerner Teile des Vierwaldstättersee und Zugersee sowie den südlichen Teil des Sempachersees freizugeben. Beim Letzteren wird Kitesurfen aufgrund der Schutzziele nur teilweise erlaubt.

Der Entscheid für den Sempachersee stösst auf Unverständnis bei den Naturschutzorganisationen WWF Luzern, Pro Natura Luzern und BirdLife Luzern. Es wird befürchtet, dass die Wassersportaktivitäten im See ansteigen werden. Dies könne negative Auswirkungen auf störungsempfindliche Wasservögel sowie geschützte Uferzonen haben. Es wurden zwar Uferabstände von 300 Metern ausgeschieden, dass Sportler diese einhalten werden und dies vom Kanton kontrolliert werde, wird jedoch bezweifelt.

Ein problematischer Punkt sind die fehlenden Start- und Landeplätze. Diese wurden vom Kanton nicht ausgewiesen. So hat der Wassersportler freie Wahl. Es stellt sich deshalb die Frage, ob er die Schutzzonen berücksichtigen wird. Aus diesem Grund drängen die Naturschutzorganisationen zur Festlegung von Ein- und Ausstiegsorten um Störungen und Schäden im Bereich der Uferzonen zu vermeiden.

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