Obersee

Kiesbetrieb gefährdet Seeufer

  • Caroline Nienhuis
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OberseeIn der Gemeinde Wangen SZ am Zürcher Obersee will der Kiesbetrieb Kibag AG Seefläche aufschütten um Luxuswohnungen am Ufer zu bauen. Für das Projekt „Nuolen See“ sollen insgesamt 25’000 Quadratmeter Seefläche aufgeschüttet und in Bauland verwandelt werden. Der Gemeinderat in Wangen begrüsst das Projekt und hofft auf neue Steuerzahler. Auch die Stimmbürger haben den für die Überbauung notwendigen Teilzonenplan angenommen.

Doch seit 2005 wurde das Bauvorhaben nicht umgesetzt und der Widerstand gegen das Projekt am Obersee wächst. Wie viele sieht auch der Verein Ripa inculta nicht ein warum der kostbare östliche Teil des Zürichsees, der noch nicht komplett verbaut ist, geopfert werden soll. Zudem verstosse das Projekt gegen mehrere Gesetze. Gemäss dem Gewässerschutzgesetz sind Seeaufschüttungen, wie sie für die Überbauung geplant sind, nicht erlaubt. Zudem müssten für das Projekt Schilfgürtel gerodet werden, welches laut dem Natur- und Heimatschutzgesetz verboten ist.

Deshalb fordern die Gegner des Projektes, dass der Umweltverträglichkeitsbericht (UVB) durch eine ökologische Zustandsanalyse ergänzt wird, um den Zustand der Fauna und Flora in der Bucht und die Auswirkungen der Überbauung aufzuzeigen. Eine Aktualisierung der ökologischen Unterlagen sei notwendig um das Projekt objektiv beurteilen zu können. Bis anhin verweigert die Kibag den Experten den Zutritt zum Firmengelände und fordert Ripa inculta auf, das Verfahren beiseite zu legen.

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Ripa inculta

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