Kernkraft-Debatte

  • Nora Zoller
  • -

akw_beznauDie Debatte um die geplanten Kernkraftwerke und die Entsorgung der radioaktiven Abfälle gewinnt wieder an Aktualität. Am Pfingstmontag fand der Menschenstrom gegen Atomstrom statt. 4000 – 5000 Menschen demonstrierten gegen den Ausbau der Atomkraft und für die Förderung erneuerbarer Energien.

Während der Widerstand gegen die Atomenergie wächst, versucht die Axpo weiterhin, der Schweiz neue Atomkraftwerke schmackhaft zu machen. Wie der WWF Schweiz schreibt, schüre die Axpo vor allem die Angst vor einer Stromlücke, anstatt erneuerbare Energien stärker zu fördern. Die Prioritäten der Axpo zeigen sich auch im Umstand, dass sie nur 3 Milliarden Franken in Erneuerbare Energien investieren will. Mindestens 20 Milliarden Franken sollen aber von Axpo und BKW in die Atomkraftwerke fliessen.

Neben der Urananreicherung ist die Entsorgung des radioaktiven Abfalls eines der Hauptprobleme der Kernenergie. Die „Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle“ (Nagra) ist für die Endlagerung der in der Schweiz anfallenden radioaktiven Abfälle verantwortlich. Doch die Schweizerische Energie-Stiftung SES wehrt sich gegen die unausgereiften Pläne zur Atommüllentsorgung. Das Lagerkonzekt der Nagra sei technisch unausgereift und biete keine ausreichende Langzeitsicherheit für nachfolgende Generationen, meint die Stiftung. Aus diesem Grund wurde eine Atommüll-Kampagne gestartet.

Mit einer  publikumswirksamen Aktion, hat Greenpeace heute Mittag am Zürcher Bellevue die Bevölkerung auf die Gefahren eines Reaktorunfalls aufmerksam gemacht. Bei der symbolischen Aktion fielen mitten in der Rushhour rund 100 Menschen plötzlich zu Boden.

Menschenstrom gegen Atomstrom

Nagra

Axpo

WWF Schweiz

Schweizerische Energiestiftung

Greenpeace Schweiz

Beitrag kommentieren