Keine Speiseresten mehr für Schweine?

  • Redaktion Naturschutz
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Das Bundesamt für Veterinärwesen beabsichtigt, demnächst die Verfütterung von Essenresten an Schweine zu verbieten, wie die SonntagsZeitung berichtete. Die EU hat diese Massnahme schon 2002 nach Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Grossbritannien verfügt, die Schweiz soll nun nachziehen. Auf Grund der bilateralen Verträge gibt es laut BVET nur wenig Handlungsspielraum.
Wenig Verständnis haben Umweltverbände, der Konsumentenschutz, grüne Politiker und auch der Schweizerische Bauernverband. Sie sprechen von einer riesigen Verschwendung. Die Speiseresten könnten allenfalls zu Biogas verarbeitet werden, doch für die Schweine müssten künftig viel mehr Futtermittel wie zum Beispiel Soja aus Brasilien importiert werden. Laut WWF bräuchte es pro Jahr etwa 44 000 Tonnen Soja, um die Essensresten zu ersetzen. Entschieden ist noch nichts, die geplante Gesetzesrevision geht noch in die Vernehmlassung. (sb)

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