Kein Fluglärm mehr in der Nacht, dies fordert die Petition von KLUG. © Peter Gronemann [CC-BY-SA-3.0], via Flickr
Kein Fluglärm mehr in der Nacht, dies fordert die Petition von KLUG. © Peter Gronemann [CC-BY-SA-3.0], via Flickr

Keine längere Piste auf Kosten der Natur

  • Judith Schärer
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Ein breites Komitee wehrt sich gegen die geplante Pistenverlängerung des Regionalflugplatzes Grenchen. Darunter auch viele Umweltverbände, welche irreversible Schäden für die Pflanzen- und Tierwelt aufgrund des Projektes vorhersagen.

Die geplante Verlängerung der Piste um 450 Meter hätte einen Eingriff in die Witi-Schutzzone zur Folge. Diese muss ungeschmälert erhalten bleiben, finden jedoch verschiedene Umweltverbände wie WWF, ProNatura oder der Vogelschutzverband. Ein Eingriff in das Herz der kantonalen Landwirtschafts- und Schutzzone hätte irreversible Schäden für die Naturwerte in der Witi zur Folge.

Wie die Solothurner Umweltverbände verlauten lassen, werden sie sich klar gegen die geplante Pistenanpassung des Regionalflugplatzes Gretchen wehren. Als Hauptkritikpunkt gilt, dass die Pistenverlängerung nicht mit den Schutzzielen und der Zonenverordnung der kantonalen Landwirtschafts- und Schutzzone Witi vereinbar ist. Die vorgeschlagenen, peripheren Kompensationsflächen ersetzen den Kern der Witi in keiner Weise adäquat. Zudem würde der geplante Instrumentenanflug von Westen zu einer erhöhten Störung des nationalen Wasser- und Zugvogelreservates führen. Der Bau von Befeuerungsanlagen ist in der Uferschutzzone sowie in der Witischutzzone nicht zulässig. Solche Lichtquellen sind für die Zugvögel und die Storchenpopulation äusserst schädlich. Eine Gefährdung dieser Grossvögel wäre auch mit Einbussen im Tourismus verbunden. Weitere Tiere wären betroffen: Bei Störungen durch Wildtiere auf der Piste müsste der Flughafenperimeter umzäunt werden und der regionale Wildtierkorridor würde zerschnitten. Dies wäre ein massiver Eingriff in die Aareebene mit dramatischen Auswirkungen auf die Wildtiere.

BürgerInnen werden zum Handeln aufgerufen

Am 2. September wird im Solothurner Kantonsparlament der Volksauftrag „Für den vollständigen Erhalt der Witischutzzone“ behandelt. Dieses Geschäft hängt eng mit der geplanten Pistenverlängerung zusammen. Ziel ist es, dass der Kantonsrat Stellung zum Projekt Pistenverlängerung beziehen muss, bevor der Regierungsrat sich entscheidet, ob er die Planung weitertreiben will oder nicht. Es ist die einzige Gelegenheit der Stimmbürger/innen und ihrer Vertreter/innen, zur Pistenverlängerung Stellung zu beziehen. Daher wird zu einer friedlichen Demonstration vor dem Solothurner Rathaus aufgerufen. Weitere Details zur Demonstration finden Sie hier >>

Sie möchten detailliertere Informationen zum Komitee gegen die Osterweiterung oder Teil davon werden? Folgen Sie diesem Link >>

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