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Keine illegalen Spassfahrten!

  • Nicole Wabersky
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Stellvertretend für die ganze Schweiz haben mountain wilderness Schweiz und Pro Natura Waadt an der Motorschlitten-Meisterschaft auf dem Col des Mosses am 22. Februar 2014 für mehr Ruhe und Respekt demonstriert.

Motorschlitten leisten als Arbeitsfahrzeuge in der Land- und Forstwirtschaft oder für den Transport außerhalb von Straßen und Wegen durchaus ihre Dienste. Dennoch sind diese Fahrzeuge äußerst umstritten, da ihr Gebrauch unzureichend geregelt ist. Oft sind es nicht Arbeitsfahrten, sondern Trainings- und Spaßfahrten die gemacht werden. Um mehr Chancen auf den Titel «Schweizer Meister» wird in der Motorschlittenszene illegal im Gelände trainiert, dies ist nicht nur aus Umweltsicht bedenklich, sondern steht auch im Konflikt mit anderen Nutzungen.

Wie eine Studie von mountain wilderness zeigt, konzentriert sich die räumliche Verteilung der Fahrzeuge auf die Gebirgskantone der Schweiz, also auf speziell sensible Lebensräume. Besonders negativ sind dabei die Auswirkungen auf die Umwelt. Unberührte Berggebiete, die besonders im Winter für wildlebende Tiere und auch für Menschen wertvolle und notwendige Ruhezonen sind, sind immer häufiger dem Lärm, den Schadstoffemissionen und der Unberechenbarkeit dieser illegalen Offroad-Fahrten ausgesetzt.

Wie an der Demonstration zum Ausdruck gebracht fordern mountain wilderness Schweiz und Pro Natura Waadt, dass die Personen, welche den Motorschlittensport praktizieren oder in Verbindung damit stehen die Regeln, Vorschriften und Verhaltensregeln bzgl. Umwelt- und Naturschutzregeln weitergeben, dass sich auch die Zivilbevölkerung für mehr Ruhe und Respekt im Lebensraum Alpen engagiert und die politischen und behördlichen Entscheidungsträger klare, transparente und allgemein für die Schweiz gültige Strukturen und Gesetze schaffen.

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Bild: Maropak (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

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