Keine Besserung für Vogelwelt

  • Caroline Nienhuis
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091008_rebhuhn_gGemäss dem Swiss Bird Index SBI der Schweizerischen Vogelwarte Sempach gehen die Bestände vieler für den Naturschutz besonders wichtiger Vogelarten weiter zurück oder verharren auf einem tiefen Niveau. Der SBI fasst die Entwicklung der Schweizer Brutvögel zusammen und zeigt, dass die Schweiz ihr Ziel den Rückgang der Biodiversität bis 2010 zu stoppen, bei den Brutvögeln klar verfehlt hat. Wie die Vogelwarte Sempach mitteilte, konnte über den Zeitraum von 1990 bis 2009 die negative Entwicklung bei gefährdeten Arten nicht aufgehalten werden. So brüten heute von vielen Arten wie z. B. Rebhuhn, Purpurreiher, Wachtelkönig und Ortolan, nur noch wenige Paare in der Schweiz.

Besonders negativ sind die Prognosen für die in Wiesen brütenden Vogelarten. Laut der Vogelwarte wird sich die Situation von Kiebitz und Feldlerche ohne ein Gegensteuern in der Agrarpolitik weiter verschärfen. Der zuständige Programmleiter an der Vogelwarte, Niklaus Zbinden, ist überzeugt, dass es den Einsatz aller Akteure in Land- und Forstwirtschaft, Raumplanung und Politik braucht um den fortschreitenden Verlust der Biodiversität zu stoppen.

Schweizerische Vogelwarte Sempach

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