Kein Torf in Gartenerde

  • Caroline Nienhuis
  • 2

moorMindestens 150’000 Tonnen Torf pro Jahr werden in die Schweiz importiert. Durch den Gebrauch von Torf haltiger Erde in der Hobby-Gärtnerei und im kommerziellen Gartenbau unterstützt die Schweiz die Zerstörung von jährlich 1200 Quadratkilometern Mooren und Moorlandschaften, besonders in Osteuropa. Nun fordert Pro Natura vom Bund den Ausstieg aus dem Torfgeschäft, auf Grund von Klima- und Moorschutzgründen. Gemäss Pro Natura belastet die Zerstörung der europäischen Moorlandschaften die Schweizer Klimabilanz mit 280’000 Tonnen CO2-Äquivalenten. Durch die Zerstörung gehen aber auch die natürliche Hochwasserschutz-Wirkung und der Lebensraum von seltenen und gefährdeten Tieren und Pflanzen verloren.

Der Bundesrat ist auch bereit dem Thema „Torfimport“ vermehrt Aufmerksamkeit zu geben. Deshalbt fordert Pro Natura die Prüfung eines Importverbots und die Erarbeitung einer Roadmap zum Torfausstieg. Die Torfausstiegstrategie soll zum vollständigen Verzicht auf Torf in der Schweiz innerhalb von zehn Jahren führen.

Pro Natura Medienmitteilung

Pro Natura Moore und Moorlandschaften

2 Kommentare

  • Nina Baumann

    Ein sehr wichtiges Thema. Ich finde die torfhaltigen Produkte sollten über eine deutliche Preiserhöhung für den ’normalen‘ Gebrauch unattraktiv gemacht werden. Und den Verkaufstellen sollte vorgeschrieben werden, dass sie mindestestens ein torffreies Produkt anbieten müssen.
    Ein Beispiel aus der Praxis bei einem Gartenbauunternehmen: Wir brauchten kurzfristig Erde in Säcken für die Bodenverbesserung einer Staudenpflanzung. Ich bin extra bei 2 verschiedenen Verkaufsstellen vorbeigefahren, beide hatten unter ihren ca. 10 Produkten keine torffreie Erde! Falls jemand einen politischen Vorstoss initieren möchte bin ich dabei.

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  • Brandenberger Michael

    Nicht nur verbieten ! Für Wiederverkäufer und Profis günstige Kurse anbieten, um Ersatzmöglichkeiten kennenzulernen, Vor- und Nachteile davon etc.
    Und natürlich auch, um auf die Nachteile von Torf hinzuweisen, die über den Raubbau hinausgehen.

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