Stier Stierkampf Matador

Kein Tierleid auf Reisen unterstützen

  • Nora Kieselbach
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Der Deutsche Tierschutzbund macht in einer aktuellen Pressemitteilung darauf aufmerksam, dass in vielen beliebten Urlaubsländern Touristen mit zahlreichen Tierschutzproblematiken in Berührung kommen, ohne es häufig überhaupt zu ahnen. Auf den Speisekarten finden sich beispielsweise sogenannte Spezialitäten wie Singvögel, Schildkröten oder Haifischflossensuppe. Tiere werden zudem zur Belustigung des Publikums vorgeführt, gequält und auch getötet, etwa beim Stierkampf. Nicht zu vergessen sind auch Tierqual-Souvenirs: Taschen aus Krokodilleder, Pelze oder Schnitzereien aus Elfenbein werden in vielen Ländern verkauft. Dieses Leid der Tiere sollten Touristen nicht unterstützen.

In zahlreichen Ländern Süd- und Osteuropas, aber auch ausserhalb der EU spielt Tierschutz häufig eine untergeordnete Rolle. Tiere werden in Tier-, Freizeit- und Vergnügungsparks zur Belustigung des Publikums präsentiert oder auch in speziellen Shows vorgeführt, jedoch oft ohne ihre natürlichen Verhaltensweisen und/oder Bedürfnisse zu berücksichtigen. Dies gilt insbesondere für Delfinarien, die neben allen anderen solchen Tierattraktionen daher zu meiden sind. Zudem sollten sich Touristen nicht mit Wildtieren fotografieren lassen, denn viele dieser Tiere wurden als Jungtiere einfach ihren Müttern weggenommen. Auch das Kaufen von Tieren aus Mitleid ist abzulehnen, weil jedes freigekaufte sofort durch ein anderes ersetzt wird. Die skrupellosen Tierhändler leben von der Hilfsbereitschaft der Touristen und machen damit grossen Profit.

Aber auch viele kulinarischen Spezialitäten sind mit grossem Tierleid verbunden und sollten daher von Urlaubern komplett boykottiert werden. So wird Gänsestopfleber besonders in Frankreich gern gegessen. Den Gänsen wird in ihrem kurzen Leben über einen langen Trichter gezwungenermassen Futter in den Magen gepumpt. Die durch diese Mast schliesslich krankhaft veränderte Fettleber gilt als Delikatesse. Singvögel, die zum Teil auch unter Artenschutz stehen, werden besonders in Malta und Italien, aber auch in Frankreich mit Netzen und Leimruten gejagt oder geschossen, und gelten als besonders schmackhaft. Froschschenkel gelten unter anderem in den Küchen Frankreichs, der Schweiz und Portugals als Delikatesse. Meist werden die Tiere weder betäubt noch getötet, bevor ihnen die Hinterbeine ausgerissen werden. Haifischflossensuppe ist in Asien beliebt. Jahr für Jahr werden bis zu 75 Millionen Haie gefangen und ihnen bei lebendigem Leibe die Flossen abgetrennt. Die schwer verletzten Tiere werden ins Meer zurückgeworfen, wo sie qualvoll verenden.

Weitere Informationen

Verhaltenstipps: Tierschutz im Ausland

Deutscher Tierschutzbund E.V.

Bild: Jean-François Le Falher [CC-BY-SA-3.0-2.5-2.0-1.0] via Wikimedia Commons

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