Kein Schweizer im Biodiversitätsrat

  • Redaktion Naturschutz
  • -

In Bonn ist am Samstag die erste Plenarversammlung des neuen internationalen Biodiversitätsrates zu Ende gegangen. Die IPBES, International Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystems, hat ähnliche Aufgaben wie der Weltklimarat. Sie soll die Forschung zur biologischen Vielfalt für die Politik aufbereiten und diese beraten. Zurzeit zählt der Biodiversitätsrat 105 Mitgliedstaaten. Der Sitz des Ratssekretariat liegt in Bonn.

Einem Bericht der NZZ zufolge zieht der Leiter der fünfköpfigen Schweizer Delegation, José Romero vom Bundesamt für Umwelt BAFU, eine positive Bilanz: „Die IPBES sei nun operationell und könne die Arbeit aufnehmen“.

Allerdings wird sie dies ohne Markus Fischer von der Universität Bern tun, der für ein multidisziplinäres Expertenpanel kandidierte, das die wissenschaftliche Glaubwürdigkeit und Unabhängigkeit des Biodiversitätsrates gewährleisten sollte.  Er wurde bei der ersten Plenarversammlung nicht gewählt. Die Nichtwahl habe allerdings nichts mit den fachlichen Qualitäten von Fischer zu tun, sagt José Romero. Die Schweiz sei Mitglied derjenigen Ländergruppe, in der neben Westeuropa auch die USA, Australien und Ozeanien vertreten seien. Die Konkurrenz sei dementsprechend gross gewesen.

Das Panel sei für zwei Jahre gewählt. Danach wolle die Schweiz nochmals kandidieren.

Bild: Public Domain, via Wikimedia Commons

Weitere Informationen

Beitrag kommentieren