Bodensee satellit

Kein „Fracking“ am Bodensee!

  • Corinna von Kürthy
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Laut einer Medienmitteilung der Bodensee-Stiftung, lädt die Bergbehörde des Regierungsbezirks Freiburg am 15.11 zu einer Podiumsdiskussion ins deutsche Illmensee ein. Thema dieser Veranstaltung ist der Antrag des Unternehmens Parkyn Energy, weiterhin am deutschen Bodenseeufer nach sogenannten „unkonventionellen Lagerstätten“ von Erdgas  suchen zu dürfen. Sollte Parkyn Energy – oder Bell Exploration, deren Genehmigung zur Erdgassuche schon verlängert wurde – fündig werden, kann man davon ausgehen, dass diese Unternehmen das schwer zugängliche Erdgas auch fördern wollen. Dies ist bei unkonventionellen Lagerstätten aber nur durch die Verwendung von risikoreichen Methoden, wie der sogenannten „Fracking“- Methode  möglich. Bei dieser Methode werden Gesteinsschichten aufgebrochen und Gas freigesetzt, indem mit hohem Druck Flüssigkeit in das Bohrloch gepumpt wird. Bei der Flüssigkeit handelt es sich zum grössten Teil um Wasser, welches jedoch mit chemischen Zusatzstoffen angereichert wurde. Die verwendeten Zusatzstoffe stellen laut der Bodensee- Stiftung ein erhebliches Risiko für das Grund- und Trinkwasser der ganzen Bodenseeregion dar. Dies sei nicht vertretbar, da die Region immerhin Trinkwasser für über vier Millionen Menschen bereit stellt. Die Bodensee-Stiftung lehnt Fracking daher grundsätzlich ab und fordert transparentere Verfahrensabläufe, sowie eine umfassende Einbindung der Öffentlichkeit.

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Bodensee-Stiftung

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