stor-wwf

Kaviar-Import nimmt wieder zu

  • Monika Jung
  • -

stor-wwfDer Stör gehört zu den gefährdetsten Arten weltweit. Die EU hat deshalb ein Importverbot für Wildkaviar aus weiten Teilen des Kaspischen Meers erlassen. Doch die Schweiz hat sich diesem Verbot nicht angeschlossen. Und der Import nimmt sogar wieder zu: 2009 kamen 5‘758 Kilo Kaviar in die Schweiz – mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr.

85 Prozent der Störe, aus deren Leibern der Fischrogen gewonnen wird, sind bedroht. Kaviar darf deshalb nur noch mit speziellen Bewilligungen gehandelt werden. Doch die erlaubten Quoten werden oft überschritten, zudem blüht der illegale Handel. Der WWF rät den Konsumentinnen und Konsumenten deshalb, keinen Kaviar aus Wildfang zu kaufen.

Trotz der prekären Situation für den Stör ist die in die Schweiz importierte Menge letztes Jahr auf 5‘758 Kilo gestiegen. Damit liegt sie wieder auf ähnlichem Niveau wie in früheren Jahren. Zwar wird ein Teil des importierten Kaviars wieder exportiert und der Anteil an Zucht-Kaviar ist gestiegen. Doch auch dieser Kaviar ist nur beschränkt eine Alternative, weil Zuchtstöre mit Fischmehl und Fischöl gefüttert werden, das wiederum zum Teil aus Wildfang stammt. Kommt hinzu, dass der Futterbedarf bei Stören sehr hoch ist, was mit der langen Aufzucht-Dauer zu tun hat. Bis von einem weiblichen Tier Rogen entnommen werden kann, dauert es je nach Art mehr als zehn Jahre.

Weitere Informationen

WWF Schweiz

Bild: Andrey Nekrasov/WWF-Canon

Beitrag kommentieren