mit MM 11.11.2016
© Vier Pfoten

Katzenkastration als nachhaltiger Tier- und Naturschutz

  • Cécile Villiger
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Um der Vergrösserung der Schweizer Katzenpopulation entgegenzuwirken unternimmt die Organisation Vier Pfoten 88 Kastrationen an Bauernhofkatzen im Kanton Freiburg. Die Aktion soll zur Reduktion der Streunerkatzen-Population in der Schweiz beitragen und gleichzeitig Landwirte über die Wichtigkeit der Kastration sämtlicher Hofkatzen aufklären.

Die Katze ist in der Schweiz das beliebteste Haustier, dennoch leben geschätzte 300 000 ihrer Artgenossen ohne ein festes Zuhause. Die Dunkelziffer ist noch höher, da die Tiere oft zurückgezogen leben. Besonders oft sind unkastrierte Katzen, die zur Vergrösserung der Schweizer Katzenpopulation beitragen, auf Bauerhöfen anzutreffen. Um etwas dagegen zu unternehmen, übernimmt Vier Pfoten die Kastration von rund 88 Bauernhofkatzen im Kanton Freiburg. Die Gutscheine wurden anlässlich des Weltkatzentages im August 2016 vergeben.

Die Katzen werden auf den Bauernhöfen jeweils am frühen Morgen vom Vier Pfoten Team mit speziellen Katzenfallen eingefangen und anschliessend zu lokalen Tierärzten gebracht. Diese werden die Katzen untersuchen, medizinisch versorgen und kastrieren. Nach der Kastration werden die Katzen wieder in ihrem angestammten Revier freigelassen.

„Eine unkontrollierte Katzenpopulation in einem Gebiet kann vielfältige Probleme verursachen: Zum einen hat eine hohe Katzendichte negative Auswirkungen auf geschützte Wildtiere oder Ärger bei Gartenbesitzern zur Folge. Auch Krankheiten werden in unkastrierten, grossen Populationen viel schneller verbreitet. Das führt zu leidenden Tieren“, so Oeschger. Die einzige wirkungsvolle und gleichzeitig tierfreundliche Massnahme zur Behebung des Problems ist die Kastration. Katzenhalter, egal ob auf dem Land oder in der Stadt, sollten ihre Tiere kastrieren.

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