Katzenjammer im Luchsland

  • Redaktion Naturschutz
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Von viel Optimismus begleitet startete vor drei Jahren die Umsiedlung von Luchsen in die Ostschweiz (Projekt luno). Davon ist nicht mehr viel zu spüren: Das Projekt stockt, Luchse verschwinden auf mysteriöse Weise und die Luchsgegner verspüren Aufwind. Kuder Roco verschwand im 2002 spurlos. Ein weiteres Männchen stirbt im 2003 und im März 2004 verunfallt ein Weibchen im Strassenverkehr. Im Körper beider Tiere fand man Schrotkugeln. Bei Projektstart war man sich einig, dass ausgefallene Tiere ersetzt werden. Inzwischen hat der politische Wind gekehrt. Im Winter 2005 erfolgt eine Bestandeserhebung mit Fotofallen. Zwei Paare kommen zum Vorschein. Drei ausgesetzte Tiere, die im Jahr zuvor noch lebten, sind verschollen. Illegale Tötung von Luchsen kann das ganze Projekt gefährden. Pro Natura St.Gallen-Appenzell fordert deshalb dringend, dass das Verschwinden der Luchse näher abgeklärt wird. Auch braucht es jetzt weitere Aussetzungen von Luchsen zur Stärkung der Population in der Ostschweiz. (sm)

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