Sanierungen von Gebäude werden vom Kanton teilweise unterstützt. | © Kleist Berlin [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
Sanierungen von Gebäude werden vom Kanton teilweise unterstützt. | © Kleist Berlin [CC-BY-SA-2.0], via Flickr

Gebäudeprogramm: Fördergelder nicht ausgeschöpft

  • Amanda Buol
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Dank nationalem Gebäudeprogramm sollten immer mehr Häuser energetisch saniert werden. Es passiert aber das Gegenteil. Das Programm schrumpft und die Kantone geben bloss die Hälfte der vorgesehenen Fördergelder aus. Deshalb fordert der WWF die Kantone auf, die Fördersätze zu erhöhen – und den CO2-Ausstoss so massiv zu senken.

Im aktuellen CO2-Gesetz sind jährlich 200 Millionen Franken zur Förderung energetischer Gebäudesanierungen vorgesehen. Vergangenes Jahr wurde nicht einmal die Hälfte des Betrags ausgeschöpft, wie die Jahresstatistik 2015 des nationalen Gebäudeprogramms zeigt. In der Schweiz sind Gebäude die grössten CO2-Verursacher. Jedoch gingen 2015 gerade gut 8000 Förderungsgesuche bei den Kantonen ein. Das sind 75 Prozent weniger als zum Programmstart 2010. «Das läuft den geltenden Klimazielen der Schweiz wie den Beschlüssen der Klimakonferenz von Paris diametral zuwider», kritisiert Elmar Grosse Ruse, Klima- und Energieexperte beim WWF Schweiz. «Die direkte Konsequenz von Paris für die Schweiz lautet: besser gedämmte Gebäudehüllen und der zügige Abschied von Öl- und Gasheizungen.»

Gute Massnahmen zur Förderung der Gesuche wären beispielsweise eine Erhöhung der Fördersätze. So wären energetische Sanierungen für deutlich mehr Hausbesitzer finanziell attraktiver, schreibt der WWF Schweiz. Daher fordern sie die Kantone auf, die Fördersätze bereits für das laufende Programmjahr spürbar zu erhöhen. Ausserdem müsse das Gebäudeprogramm noch besser in der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden. Auch da seien die Kantone in der Pflicht. Elmar Grosse Ruse: «Bei jeder Gelegenheit pochen die Kantone auf ihre Autonomie, wenn es um Bauen und Sanieren geht. Dann müssten sie aber auch Verantwortung übernehmen und schauen, dass es mit dem Klimaschutz im Gebäudebereich endlich schneller vorwärts geht.» Das käme auch den Kantonen selbst zu Gute, schliesslich profitiere die eigene lokale Wirtschaft stark von zusätzlichen Sanierungen.

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