GVO

Kantone gegen Gentechnik

  • Eliane Küpfer
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Nachdem sich bereits die Kantone Bern und Aargau gegen das Ne- beneinander von konventionellen und gentechnisch veränderten (GVO) Pflanzen in der Landwirtschaft ausgesprochen hatten, zieht nun der Kanton Thurgau nach. Wie der Landwirtschaftliche Infor- mationsdienst mitteilt, findet der Berner Regierungsrat, dass die vom Bundesrat vorgeschlagene Änderung des Gentechnikgesetzes und die neue Koexistenzverordnung in der kleinstrukturierten Landwirt- schaft der Schweiz zu aufwändig seien. Dem Mehraufwand stehe keine genügende Nachfrage gegenüber, begründet der Regierungsrat den Entscheid.

Die Aargauer Regierung zeigt sich überzeugt, dass mit den vorgeschlagenen Regelungen die unternehmerische Freiheit der Produzenten konventioneller Landwirtschaft eingeschränkt würden. Und der Kanton Thurgau befürchtet einen unverhältnis- mässigen Aufwand und teure Kontrollen, sollte der GVO-Anbau erlaubt werden. Zudem könne die Schweizer Landwirtschaft mit einem Verzicht auf GVO ihr Image verbessern und langfristig profitieren.

Der Kanton Aargau fordert deshalb einen Grundsatzentscheid über ein GVO-Verbot. Und auch die Junglandwirtekommission (JULA) setzt sich gegen den Einsatz von gentechnisch veränderten Pflanzen (GVO) ein. Die JULA fordert, dass die gesamte Schweiz als GVO-freies Gebiet anerkannt werden darf. Zudem sollen nur GVO zugelassen werden, die ein positives Kosten-Nutzen-Verhältnis aufweisen und von Konsumenten akzeptiert werden. Sollten solche einst vorhanden sein, müsse der Status eines gentechfreien Gebietes überdacht werden können.

Bild © Landwirtschaftlicher Informationsdienst

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