© Per Harald Olsen (User made.) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons
© Per Harald Olsen (User made.) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Kanton Zürich: Biberfachstelle nimmt ihre Arbeit auf

  • Nicole Wabersky
  • -

Im Kanton Zürich hat sich in den letzten Jahren ein solider Biberbestand gebildet. Das ist erfreulich. Eine zunehmende Herausforderung ist es jedoch, einen guten Umgang mit dem geschützten Nager in der Kulturlandschaft zu finden. Die neu geschaffene Biberfachstelle unterstützt Lösungsfindungen und hilft bei Fragen weiter.

Einst war der Biber in der Schweiz ausgerottet, heute steht er auf der Roten Liste der gefährdeten Arten und ist geschützt. Mittlerweile hat er sich wieder angesiedelt – auch im Kanton Zürich. In den letzten Jahren nahm die Biberpopulation in unserem Kanton erfreulich zu. Gemäss Zählung von 2011 leben hier rund 250 Tiere. Dies wertet der Kanton Zürich als Erfolg, ist es doch sein Ziel, eine langfristig überlebensfähige Biberpopulation zu etablieren.

Der Biber gestaltet durch seine Aktivitäten die Landschaft aktiv mit. Er schafft damit ungewöhnlich artenreiche Lebensräume, was ihn zu einem willkommen Helfer für die Rückkehr seltener Pflanzen und Tiere wie etwa den Eisvogel, Wattvögel und Rallen, die Geburtshelferkröte oder die Ringelnatter macht. Auch Fische werden in vom Biber bewohnten Gewässern zahlreicher.

Als fleissiger Baumeister fällt der Biber Bäume, staut Bäche oder untergräbt zuweilen Strassen und Wege. Das kann zu Konflikten führen. Darum hat der Kanton Zürich 2012 ein Biberkonzept erlassen, welches den Umgang mit dem Nager regelt. Das Konzept sieht unter anderem vor, eine Biberfachstelle für den Kanton Zürich zu schaffen.

Die Fischerei- und Jagdverwaltung hat die Greifensee-Stiftung mit dem Führen der Biberfachstelle Kanton Zürich beauftragt. Am 1. Juli hat die Fachstelle ihre Arbeit aufgenommen. Sie ist Drehscheibe für alle Informationen rund um den Biber aber auch Anlaufstelle bei Schwierigkeiten mit dem Biber.

So berät sie vor Ort Landeigentümer, Landwirte, Förster und weitere Betroffene. Geleitet wird die Fachstelle vom Forstwart Urs Wegmann und der Biologin Laura Walther.

Beitrag kommentieren