kagfreiland: 7 Monate Stallpflicht übertrieben

  • Redaktion Naturschutz
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Am kommenden Sonntag heisst es für rund 3000 Geflügelbetriebe in der Schweiz: Stalltüre zu, Schluss mit Freiland für Hühner, Truten, Enten, Gänse & Co. Nach einer Umfrage unter den kantonalen Veterinärämtern schätzt die Organsiation kagfreiland, dass rund 50'000 Tiere, die bisher Auslauf ins Grüne hatten, vom Freilandverbot direkt betroffen sind und die nächsten sieben Monate im Stall und Wintergarten ausharren müssen. Für weitere rund 200'000 Tiere in den Risikogebieten ändert sich laut kagfreiland nichts, weil diese Tiere sowieso nie ins Freiland dürfen, da sie in Boden- bzw. Stallhaltung leben.
kagfreiland findet es übertrieben, dass die Stallpflicht den Gewässern entlang fast sieben Monate lang dauern soll. Sollten bis Dezember keine Fälle von Vogelgrippe in der Schweiz registriert werden, dann erwartet kagfreiland, dass der Bundesrat seinen Beschluss modifziert und die Massnahme lockert.
Die vom Freilandverbot betroffenen kagfreiland- und Bio-Bauern müssen ihre Eier und Poulets während der ganzen sieben Monate nicht umdeklarieren und können diese weiterhin mit «aus Freilandhaltung» anpreisen. (sb)

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